Arno Camenisch erzählt in seinem Roman von einem Dorf in Graubünden, das von einer Tragödie überschattet wird. Die Tragödie geschah eineinhalb Jahre, bevor der Erzähler auf die Welt kam. Davon handelt dieses Buch, es ist Arno Camenisch persönlichstes Buch, in einem berührenden Ton und mit grosser Klarheit erzählt Arno Camenisch vom Leben und vom Tod und von den Menschen, die von uns gingen und die wir weiter im Herzen tragen. Es ist ein Buch über den Umgang mit Verlust und das Vergehen der Zeit, und es ist ein Buch über die Zuversicht, dass mit dem Frühling die Sonne wieder ins Leben zurückkehrt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 02.03.2021
Selten ist Rezensent Roman Bucheli Arno Camenisch so nahe gekommen wie in diesem neuen Teil von Camenischs "Chronik des Verschwindens". Dabei entdeckt der Kritiker in diesem Roman nicht mal die typischen Camenisch-Zutaten: Kein Romanisch, kein "Dialektklamauk", wenig Witz - dafür umso mehr Melancholie, erkennt Bucheli. Er begleitet den Autor hier einmal mehr durch sein Heimatdorf, vorbei am Haus der Großvaters oder an den Elternhäusern jener drei Kinder, die einst beim Spielen in einer Baumhütte verbrannten. Von eigenen erfahrenen Schmerzen und Erinnerungen an Tote erzählt der Autor so still und "minutiös", dass der Rezensent dieses Buch als das gleichermaßen "traurigste und schönste" Buch Camenischs preist.
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