Auf vielen Märkten haben heute umweltverträgliche Produkte eine "Öko-Nische" erobert. Erfolg im Massenmarkt ist dagegen bislang die Ausnahme. Dabei ist der Nischenstatus von Öko-Produkten keineswegs eine unabänderliche Tatsache. Durch das Zusammenwirken von innovativem Marketing und förderlichen Rahmenbedingungen kann die Gunst einer breiten Konsumentenschaft gewonnen werden. Dies belegen die Autoren anhand der Lebensmittel-, Bekleidungs- und Elektrizitätsbranche. Auf der Grundlage eines eigens entwickelten Konzepts wird analysiert, was zur heutigen "Öko-Nische" geführt hat und wie sie zu überwinden ist. Die theoretische Erkundung von Marktsegmenten und Unternehmensstrategien jenseits der Nische wird ergänzt durch zahlreiche Praxisbeispiele.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 11.05.2001
Nach Schilderung des Rezensenten mit dem Kürzel "pra" geht es in diesem Buch vor allem darum, wie Anbieter von Ökoprodukten ein Massenpublikum erreichen können. Die Darstellung findet der Rezensent zwar bisweilen etwas "langatmig", doch insgesamt lobt er die Überlegungen als "anregend" und betont, dass die Autoren auch auf neue Entwicklungen in der Industrie eingehen. Obwohl sich "pra" mit Bewertungen zurückhält, so scheint es ihm dennoch zu gefallen, dass die Autoren hier an mehreren Beispielen aufzeigen, mit welchen Strategien der Marktanteil von Ökoprodukten erweitert werden kann (etwa, indem man das "Umweltbewusstsein der Konsumenten situativ" anspricht u.a.). Besonderes Augenmerk richtet der Rezensent auf ein Kapitel, dass sich mit dem Internet beschäftigt. Dabei scheint er es zu begrüßen, dass sich der Autor Micha Kolibius "nicht von der bis vor kurzem grassierenden Internet-Euphorie anstecken", gleichzeitig aber aufzeigt, wie das Internet zur Kostenersparnis bei Öko-Produkten führen und auch die Kommunikation der Konsumenten verbessern kann.
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