Armin Heinen, Rainer Hudemann

Das Saarland zwischen Frankreich, Deutschland und Europa 1945-1957

Ein Quellen- und Arbeitsbuch
Kommission für saarländische Landesgeschichte, Saarbrücken 2007
ISBN 9783939150022
Gebunden, 687 Seiten, 29,00 EUR

Klappentext

Aus ihren langjährigen Forschungen zur Nachkriegsgeschichte des Saarlandes legt die Saarbrücker Arbeitsgruppe um Rainer Hudemann und Armin Heinen (jetzt Aachen), die bereits zahlreiche Bücher dazu publizierte, ein umfangreiches Quellen- und Arbeitsbuch "Das Saarland zwischen Frankreich, Deutschland und Europa (1945-1957)" vor. In Zusammenarbeit mit Johannes Großmann und Marcus Hahn werden Quellen zur Verfügung gestellt, die hier zumeist erstmals publiziert werden. Viele stammen aus französischen Archiven, zu welchen die französische Regierung den Saar-Forschern unbeschränkten Zugang eröffnet hat. Das Buch führt ausführlich in die komplizierte Sach- und Forschungslage ein, gibt eine große Chronologie, Kurzbiographien wichtiger in den Quellen genannter Akteure und eine umfangreiche Arbeitsbibliographie. Ziel ist es, Arbeitsgruppen in Schulen, Verbänden und interessierter Öffentlichkeit ein eigenständiges Arbeiten nach jeweils individuellen Interessen zu erleichtern. Im Mittelpunkt des Buches stehen die internationalen Verflechtungen des Saarlandes, die in ihrer Vernetzung mit den innenpolitischen Problemen in Wirtschaft, Sozialpolitik, Gewerkschafts- und Parteienwesen und Kultur und in ihren zeitweisen Perspektiven einer europäischen Saar-Lösung exemplarisch aufgezeigt werden. Eine CD-Rom von Susanne Dengel lässt den Abstimmungskampf 1955 lebendig werden. Die Arbeiten für das Buch wurden besonders von der Volkswagen-Stiftung und der Union Stiftung gefördert. Es ergänzt sich thematisch und von der Inhaltsstruktur her gegenseitig mit den anderen in den letzten Jahren vorgelegten Büchern zu dieser Thematik.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 03.09.2007

Lobend äußert sich Rezensent Klaus Brill über Rainer Hudemanns und Armin Heinens Band zur Geschichte des Saarlands, der für die Zeit von 1945-1957 ganz neue Perspektiven erschließe. Das auf Recherchen in Archiven unter anderem der Pariser und Londoner Außenministerien basierende Werk erschließt zu seiner Freude eine ganze Reihe von bisher unbekannten Quellen wie De Gaulles Rede in Saarbrücken 1945, einen Hirtenbrief zur Landtagswahl 1952 oder die Zensurverfügung gegen die Deutschland-Hymne im Weltmeisterschaftsfilm. Sein Fazit: ein "opulent" ausgestattetes Buch, das "viel Raum für Tauchfahrten in eine verschlungene Vergangenheit" biete.
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