Aus dem Amerikanischen von Maria Carlsson. Dieses Buch will, dass Du ihm in die Augen schaust, auch wenn das böse enden kann. April Ayers Lawsons Storys suchen nach dem, was Männer und Frauen trennt und was sie verbindet: Kunst und Begehren, Macht und Missbrauch, Eifersucht und Selbstbetrug. Und sie erzählen von dem Drama, das entsteht, wenn Menschen und Phantasien aufeinandertreffen.
Die Malerin, zum Beispiel, und der Galerist, die sich mit einer riskanten Affäre vom Druck der Vergangenheit befreien wollen. Oder die drei Freundinnen in einer Hängematte, die sich mit jedem Schwung klarer werden über die Beziehungen ihres Lebens bisher. Oder Jake, Mitte zwanzig, der seiner jungen Frau voller Eifersucht durch eine Partygesellschaft folgt. Der sie oder sich selbst einen Gin Tonic später schon verloren hat. Oder Connor, der die Aktzeichnungen des Malers Wyeth mit derselben heftigen Energie liebt, mit der er die beste Freundin seiner Mutter hasst: Charlene, die jetzt beerdigt werden soll. Charlene, die einmal ein Mann gewesen ist.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 10.01.2018
Rezensent Tilman Urbach ist erstaunt von der erzählerischen Reife der Debüterzählungen von April Ayers Lawson. Ob die Texte, die so ungeschützt und dicht über Liebe und Erotik erzählen, eine Art autobiografische Schreibtherapie darstellen oder nicht, ist Urbach ziemlich egal. Stark scheinen ihm die sprachliche Orchestrierung, der helle, schlanke Ton und die Intensität und Empathie, mit denen die Autorin ihre unbehausten Figuren durch die Verirrungen und Verletzungen des Beziehungslebens begleitet. Für Urbach eine lebensechte und entsprechend schmerzliche Lektüre.
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