Wieso verhalten sich Teilchen als Wellen? Warum ist die Beschaffenheit eines Teilchens so lange unbestimmt, bis man es misst? Wieso ist die Welt überhaupt so - so seltsam? Die Quantenphysik gilt gewöhnlich als dunkel, paradox, rätselhaft, weil sie mit dem gesunden Menschenverstand und unserer natürlichen Wahrnehmung zu kollidieren scheint. Genau dies macht sie aber auch für so viele faszinierend, fesselt Physiker ebenso wie Philosophen, Fachleute ebenso wie Laien. In diesem Buch erläutert einer der bedeutendsten Physiker unserer Zeit die zentralen Aussagen der Quantenphysik und reflektiert ihre revolutionären Auswirkungen auf unser Weltbild.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 30.06.2003
Im Grunde entzieht sich die Quantenphysik allem menschlichen Begreifen und Vorstellen - umso heroischer jeder, auch dieser neue Versuch, dem Laien ihre "absurde Logik" nahe zu bringen. Der das unternimmt, betont der Rezensent Ulrich Kühne, ist noch dazu bestens qualifiziert, bei Anton Zeilinger handle es sich immerhin um den "bekanntesten österreichischen Quantenphysiker seit Schrödinger". Erzählt wird erst einmal, noch einmal, die Geschichte der Entdeckungen und des Streits um ihre Interpretation zwischen Bohr und Einstein. Hinaus lief es, mit Bohr, auf die Aufgabe aller Versuche, im Bereich der Quanten an irgendetwas von dem festzuhalten, was die Menschheit sich zuvor zum Thema "Realität und Kausalität" ausgedacht hatte. Vorgeführt werden dann Experimente, die der Autor durchgeführt hat und die, behauptet jedenfalls der Rezensent, die Quantenphysik aufs Anschaulichste erklären. Vorgestellt wird auch die Deutung, die Zeilinger seinen Messergebnissen gibt. Kühnes Kommentar: "Plausibel ist das nicht, sollte es aber falsch sein, bliebe es doch eine tiefe Wahrheit."
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.06.2003
Ernst Horst hat dank des Experimentalphysikers Anton Zeilinger die Quantenmechanik verstanden, zumindest ein bisschen. Das will was heißen, denn: "Die Quantenmechanik ist ein ähnlich absurdes System wie die Astrologie oder die Bundesanstalt für Arbeit" - nur effizienter. Und obwohl alles erstmal paradox klingt, ist es dann ganz logisch. Nur eben schwer zu begreifen. Zeilinger aber könne nicht nur gut erklären, sondern auch entschlossen weglassen. So erschließe er uns, also der "Richterin", dem "Elektrikermeister" und dem "Landarzt", die Quantenmechanik in vier einführenden Prinzipien. Und siehe da: Es bleibt was hängen, auch dank der gut verständlichen Illustrationen. Vielen Dank, Herr Professor, sagt der Rezensent und ist schon gespannt auf den Quantencomputer.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…