Anton Corbijns neuer Werkzyklus, den wir hier erstmals in einer Monographie vorstellen, die im Herbst eine Folge von Ausstellungen des Künstlers begleiten wird, umfaßt 33 Photographien. Es sind sorgfältig komponierte Portraits berühmter Showbusiness-Persönlichkeiten. Als visuelle "Geheimnisträger" treten auf: Björk, Kylie Minogue, Bono, Lars von Trier, Robert de Niro und viele andere. Der Band wird komplettiert durch einen Essay von Ulf Poschardt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.1999
Faz-Literaturchef Thomas Steinfeld bespricht Anton Corbijns Buch zusammen mit "Heartcore" (Suhrkamp) des Lyrikers Albert Ostermaier. Beide, so Steinfeld, arbeiten mit der Ästhetik des Polaroids, des unwiederholbaren Schnappschusses, der eine in der Dichtung, der andere mit der Kamera. Aber während Steinfeld Ostermaiers dichterische Versuche mit der Polaraid-Ästhetik "verschmockt" findet, kommt er bei Corbijn ins Schwärmen. Lauter berühmte Leute, deren Gesichter man in- und auswendig zu kennen meint, habe er auf seinen Polaroids in fiktiven Standbildern aus Filmen, die nicht existieren, festgehalten - und so scheinen ihm von diesen Gesichtern "aller Glanz, alle Schmeichelei, alle Eitelkeit" abzufallen.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Anne Carson: Rot Aus dem amerikanischen Englisch von Anja Utler. Der rote Junge Geryon ist unsterblich in Herkules verliebt, der dem Jüngling nicht zu widerstehen vermag. Auf dem Höhepunkt… Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Anne Carson: Der bittersüße Eros Aus dem nordamerikanischen Englisch von Christina Dongowski. Es war eine Dichterin, Sappho, die dem Eros das paradoxe Attribut "bittersüß" gab. Dies geschah in der Zeit,…