Annett Meiritz, Juliane Schäuble

Guns n' Rosé

Konservative Frauen erobern die USA
Cover: Guns n' Rosé
Ch. Links Verlag, Berlin 2022
ISBN 9783962891619
Kartoniert, 256 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Sie verdammen die MeToo-Bewegung als bigottes Kunstprodukt aus Hollywood, bezeichnen Schwangerschaftsabbrüche als Mord und verteidigen die traditionelle Rollenverteilung als Option echter Freiheit: Konservative Frauen sind in den USA zu einem Machtfaktor geworden. Und sie sind fest entschlossen, das Land nach ihren Vorstellungen zu verändern. Am liebsten aus dem Weißen Haus heraus. Dieses Buch gibt Einblicke in eine Bewegung, die die Zukunft der USA für Jahrzehnte beeinflussen wird.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.01.2023

Rezensentin Tatjana Heid bekommt mit diesem Buch über konservative amerikanische Politikerinnen Einblicke in eine für sie unvorstellbare Welt. Was ihr die beiden USA-Korrespondentinnen Annett Meiritz und Juliane Schäuble hier an Radikalität und Schrillheit präsentieren, wenn sie die radikalisierten Politstars der republikanischen Partei porträtieren, dann wird der Rezensentin ganz flau. Aber sie ahnt auch, dass sich hier Kräfte sammeln, die man nicht unterschätzen darf und die aus den üblichen Klischee ausbrechen: Nicht alle sind alt und weiß, betont Heid, die Frauen der religiösen Rechten sind auch jung und schwarz oder lateinamerikanisch.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 29.11.2022

"Mama Warriors", "Mama Grizzlies" oder "Women for America First" - all jenen begegnet Rezensentin Viola Schlenz in diesem Buch der USA-Korrespondentinnen Annett Meiritz und Juliane Schäuble. Es handelt sich um Nationalistinnen, Waffenfanatikerinnen, Abtreibungsgegnerinnen, kurz: Um Frauen, die alles ablehnen, wofür die linke Frauenbewegung steht. Dass rechte Frauen bei Wahlen oft das Zünglein an der Waage sein können, entnimmt die Kritikerin dem Buch durchaus, auch an Anekdoten, Appellen und Begebenheiten mangelt es nicht, stellt Schlenz fest. Nur: eine These, Statistiken oder ein paar historische Bezüge wären durchaus wünschenswert gewesen, schließt die Kritikerin, die sich dafür selbst zu einer These hinreißen lässt: Wären die Demokraten weniger mit Transgender-Toiletten, Cancel Culture oder Critical Race Theory und dafür mehr mit Problemen wie Inflation, Obdachlosigkeit oder Kriminalität beschäftigt, kämen ihnen wohl auch die WählerInnen nicht abhanden, glaubt sie.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 07.11.2022

Juliane Schäuble und Annett Meiritz haben die konservativen Frauen in den USA und ihre Vernetzung untereinander recherchiert. Catrin Stövesand wird aufgeklärt über das Klischee der mangelnden Vielfalt im konservativen Lager und zeigt sich überrascht, dass es den Frauen auch darum geht, selbst Macht zu übernehmen, wie am Beispiel Ronna McDaniel, Parteichefin der Republikaner, überzeugend dargelegt würde. Auch der Aufstieg der Supreme-Court-Richterin Amy Barrett werde beleuchtet. Die Rezensentin erfährt, wie sich der Diskurs in den USA ins Extreme verschiebt, dies würde von den Autorinnen aufschlussreich und klar strukturiert erläutert. Nicht nur für die Wahlen 2024 eine Empfehlung.

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