Annemarie Schimmel schildert in dieser Kulturgeschichte den Aufstieg, das Herrschaftssystem, die Macht- und Prunkentfaltung, schließlich den langsamen Zerfall des Mogulreiches, das 1857 im britischen Kolonialreich aufging. Nach einem historischen Überblick geht sie auf das Leben am Hofe, auf Ränge und Stellungen im streng hierarchisch aufgebauten Reich, auf das Leben der Frauen, auf die religiöse Lage, auf Sprachen und Literaturen der Mogulzeit, auf die Förderung der Künste durch die Herrscher und die besonderen Fertigkeiten und Techniken der Künstler am Mogulhof ein...
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 07.04.2001
Dem Rezensent mit dem Kürzel "vss." gefällt dieser Band über die Hochkultur der indischen Großmoguln ausgesprochen gut. Er lobt die Kenntnisse der Autorin Annemarie Schimmel, die "den Islam und Indien erforscht [hat] wie wohl niemand sonst". Er findet gut, wie sie ihr Wissen anekdotenreich und vielseitig verpackt und auch erzählt, wie das Leben außerhalb der herrschenden Zirkel ablief. So wünscht er dem Buch ein breites Publikum, dass sich nicht von dessen Umfang von 400 Seiten abschrecken lässt.
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