Aus dem Englischen von Christian Rochow. Mit 45 Abbildungen und einer Karte. Geografisch-historischer Überblick, Mythenerzählung und bildliche Darstellung der mythischen Geschehnisse ergänzen sich in diesem Band zu einer lebendigen Einführung in jahrtausenalte Zeugnisse menschlichen Geistes.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.03.2002
Wiebke Denecke hat einiges gegen dieses Buch der Chinesisch-Übersetzerin Birrell einzuwenden. Anders als in der westlichen Antike habe China keine schlüssige Mythenwelt hinterlassen, sondern reines Flickwerk, miteinander unverbundene und gar widersprüchliche Mythenfragmente. Um so mehr wundert es Denecke, dass Birrell die chinesische Mythologie für "authentischer" als die westliche hält. Für die Rezensentin ein Fehlurteil, das von der irrigen Annahme ausgeht, dass man im Fragmentarischen einer ursprünglicheren Überlieferung begegne. Gibt es denn wirklich einen rekonstruierbaren Ursprungsmythos, fragt sich Denecke. Interessanter wäre es ihrer Meinung nach gewesen, der Frage nachzugehen, wie Mythen entstehen und wie sie instrumentalisiert werden - doch diese Anknüpfung an moderne Mythendebatte unterlässt Birrel. Stattdessen präsentiert sie eine "Mythentruhe", die Deneke zugegebenermaßen für sehr bunt, ansprechend illustriert und eine "Wunderkammer des Fremden" hält und damit Mythen- und Märchenliebhaber ohne Forscheranspruch durchaus erfreuen könnte.
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