Berlin Verlag, Berlin 2026
ISBN
9783827015372 Gebunden, 448 Seiten, 25,00
EUR
Klappentext
Aus dem Französischen von Amelie Thoma und Michaela Meßner. "Jede Ferien verließen wir unseren Pariser Vorort und fuhren in die Bretagne, die Heimat meines Vaters, wo er geboren worden war, genau wie sein Vater - und dessen Vater vor ihm." Nach zwei Büchern über die Familie ihrer Mutter widmet Anne Berest dies neue Kapitel ihres Romanwerks dem väterlichen, dem bretonischen Zweig ihrer Familie. Schon der Ururgroßvater lebte im Finistère.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 30.05.2026
Anne Berests Vorgängerbuch über ihren jüdischen Familienzweig hat Rezensentin Frauke Fentloh ziemlich begeistert, so war sie gespannt auf das neue Werk, das wieder die vergangenen Generationen und ihre Auswirkungen auf ihr Familienleben im Blick hat, hier ist es der väterliche Familienzweig. Dieses Buch ist allerdings leider eher anekdotisch geraten, mit wenig Bewusstsein für durchdringendere Tendenzen, findet Fentloh: Die Autorin macht sich auf den Weg, ihre Vorfahren aus Finistère zu erforschen, ihr Vater ist als erster aus dieser kargen Region ausgebrochen, um in Paris zu studieren. Dort lernt er auch ihre Mutter kennen, erfahren wir, die oftmals das Schweigen ihres Mannes übersetzen muss. Doch Schweigen als Leitthema bestimmt auch diesen Text, seufzt die Kritikerin, die sich gewünscht hätte, dass ein bisschen tiefer gebohrt worden wäre.
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