Aus dem Niederländischen von Hanni Ehlers. Captain James Cook war einer der berühmtesten Entdeckungsreisenden des 18. Jahrhunderts, aber vom Leben seiner Frau Elizabeth, die zu Hause in England immer wieder auf ihn wartete, weiß man wenig. Anna Enquist erzählt in ihrem großen Roman von Elizabeths Leben als Frau und Mutter, als Geliebte und als Verlassene, und zugleich schildert sie farbenprächtig die vorviktorianische Zeit, Cooks Abenteuer und Ideen. London 1775: Elizabeth Cook wartet in ihrem Haus auf die Heimkehr ihres Mannes James, der eben seine zweite große Weltreise beendet hat. Obwohl sie immer regen Anteil genommen hat an seinen Entdeckungen und wissenschaftlichen Forschungen, hofft sie, dass er nun endlich bei ihr und den Kindern bleibt und seinen wohlverdienten Ruhm genießt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.05.2007
Annette Zerpner zeigt sich zwar zunächst von der "schlichten" und dabei dennoch faszinierende Bilder beschwörenden Sprache von Anna Enquists Roman "Letzte Reise" ganz eingenommen. In ihrem ersten historischen Roman macht die niederländische Autorin die Ehefrau des Forschungsreisenden James Cook zur Hauptfigur und zeichnet Elizabeth Cook als kluge, sensible und für die Forschungen ihres Mannes Verständnis aufbringende Frau, erklärt die Rezensentin. Störend und unangemessen aber wirken auf Zerpner die so gar nicht in die Zeit passenden Reflexionen der mit den Kindern allein zu Hause gebliebenen Elizabeth über ihre Ehe oder ihre durch zahlreiche Schicksalsschläge hervorgerufene revolutionäre und kritische Haltung.
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