Andrij Lessiw, Romana Romanyschyn

Als der Krieg nach Rondo kam

(Ab 5 Jahre)
Cover: Als der Krieg nach Rondo kam
Gerstenberg Verlag, Hildesheim 2022
ISBN 9783836962032
Gebunden, 40 Seiten, 16,00 EUR

Klappentext

Aus dem Ukrainischen von von Claudia Dathe. Das Leben ist schön in Rondo. Die Luft ist kristallklar, überall blühen Blumen, einige singen sogar! Die drei Freunde Danko, Zirka und Fabian möchten nirgendwo anders sein. Doch plötzlich geschieht Schreckliches: Der Krieg kommt in ihre kleine Stadt. Dunkel und bedrohlich, groß und überwältigend. Er bringt nichts als Zerstörung und nichts und niemand kann ihn aufhalten. Bis die drei Freunde eine geniale Entdeckung machen. Und die Dunkelheit dem Licht weicht. Eine Hommage an den Frieden, den Widerstand und die Hoffnung. Und eine Geschichte, die das Unerklärliche selbst für jüngere Kinder fassbar macht, Mut gibt und zeigt, dass wir immer etwas tun können - auch im Angesicht des Krieges.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 27.12.2022

Rezensentin Christine Knödler schaut sich vier Bilderbücher an, die versuchen, Kindern den Krieg zu erklären. Alle vier hält die Kritikerin für gelungen, sie muten allerdings Kindern einiges zu. Das ukrainische Künstlerpaar Romana Romanyschyn und Andrij Lessiw erzählt ihr von den drei Freunden Danko, Fabian und Sirka, drei Fantasiewesen, die dem Krieg auf ganz eigene Weise trotzen: Zunächst bitten sie den Krieg, dargestellt durch eine plötzlich hereinbrechende Dunkelheit und rollende Panzer, einfach zu gehen, schließlich bewerfen sie ihn mit Steinen. Zu guter Letzt bauen sie eine Lichtmaschine, die Krieg und Finsternis vertreibt, resümiert die Kritikerin, die dem Werk auch Hoffnung verdankt.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 29.10.2022

Rezensentin Eva-Christina Meier empfiehlt drei Kinderbücher, die Kindern in Krisenzeiten ein wenig Hoffnung machen sollen. Und das gelingt den ukrainischen Illustratoren Romana Romanyschyn und Andrij Lessiw mit der Geschichte um die fiktive Stadt Rondo, in der die Blumen nach Kriegsausbruch schwarz werden. Die drei Freunde Danko, Fabian und Sirka bauen eine Lichtmaschine, um die Blumen zu retten, resümiert Meier. Großartig, wie die Illustratoren kindgerechte Symbole für Krieg, Widerstand und Hoffnung finden, staunt die Rezensentin, die das nun von Claudia Dathe und Oksana Semenets ins Deutsche übersetzte Buch gern empfiehlt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.10.2022

Rezensent Moritz Baumstieger staunt über dieses Bilderbuch des ukrainischen Paares Romana Romanyschyn und Andrij Lessiw. Die beiden Autoren und Illustratoren, die auch privat ein Paar sind, haben das Buch bereits 2015 in der Ukraine veröffentlicht, kurz nach der Besetzung der Krim, um Kindern den Krieg zu erklären. Und das gelingt dem Paar tatsächlich, fährt der Rezensent fort, der sich von den beiden mit ins fiktive Rondo nehmen lässt, wo Fantasiewesen wie der Papierfliegervogel oder der Luftballonhund erleben, wie mit Beginn des Krieges Blumen aufhören zu singen oder schwarze Blumen wachsen. Dass in dem Buch keine Spur von Patriotismus zu finden ist und Grausamkeiten nicht vereinfacht werden, findet der Kritiker besonders bemerkenswert.
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