Andrew Solomon ist gerade auf Lesetour mit seinem gefeierten ersten Roman, war als politischer Berater tätig, hatte in Yale und Cambridge studiert, als er völlig unerwartet, gerade dreißig Jahre alt, an einer schweren Depression erkrankt. Genau und mit ungewöhnlicher Offenheit schildert er den Verlauf seiner Krankheit...
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.10.2001
Für Robert Jütte hat Andrew Solomon mit seiner umfassenden Monografie über Depressionen einen gelungenen populärwissenschaftlichen Handatlas vorgelegt. Der anschaulichen und gut lesbaren Studie wünscht der Rezensent eine breite Leserschaft. Solomons Arbeit verbinde eine Medizin- und Kulturgeschichte der Depression mit einer Fülle therapeutischer Ratschläge. Kritisch merkt Jütte lediglich die Vernachlässigung nicht-englischer Forschungsliteratur an.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 04.10.2001
Elisabeth Wehrmann bescheinigt dem Autor "enzyklopädischen Ehrgeiz", sein umfangreiches Buch über eine der größten Volkskrankheiten bezeichnet sie als "Atlas der Depression". Solomon habe nach drei Nervenzusammenbrüchen und mehreren Suizidversuchen einem Essay über seine Depression für den New Yorker (1998) geschrieben und sei danach zum "Reisenden in Sachen Depression" geworden, schreibt Wehrmann und vergisst auch nicht zu erwähnen, dass der Autor für dieses Buch 1 Million Dollar Vorschuss erhalten hat. Er interviewte Fachleute sowie Betroffene, und suchte nach Mitteln der Heilung, sogar in Grönland und Afrika. Themen seines Buches sind neben seiner eigenen Krankheitsentwicklung Biochemie und Hausmittel, die Geschichte der Krankheit, die Gesundheitspolitik und zahlreiche Interviews Betroffener. Über dies alles schreibt Solomon mit "leichter Feder", doch es nützt ihm nichts: Die Rezensentin hält ihn für blauäugig und arrogant. Vor allem, weil "er 'die Armen' strikt in Kategorien von 'wir' und 'sie' abhandelt."
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