Im Februar 2014 liefert sich Alexander Wendt selbst in die Psychiatrie der Universität München ein. Der Grund: eine seit Jahren bestehende Depression. Als er die Klinik verlässt, weiß er, wie er mit seiner Krankheit umgehen kann. Er hat in der Therapie gelernt, das "Miststück" als Herausforderung anzunehmen, sie als lebenslange Begleitung zu akzeptieren, und - das ist der schwierigste Teil - sie zu erziehen, also nicht in die Opferrolle zu verfallen. Davon handelt dieses Buch: Von der Kunst, seiner Depression Grenzen zu setzen und ihr beizubringen, nicht das ganze Leben eines Depressiven zu besetzen und umzuformen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.03.2016
Alexander Grau liest Alexander Wendts Erlebnis- und Erfahrungsbericht aus der Psychiatrie mit Gewinn. Was der Wissenschaftsjournalist auf Station erlebt, vor allem aber wie er seine Erkrankung kennenlernt und sie mit Therapien bekämpft, gibt Grau neue Einblicke zum Thema Depression. Aufklärend, lakonisch, mitunter witzig und ironisch, meint Grau, verfasst der Autor ein Protokoll seiner Gefühle und Gedanken. Als Streitschrift gegen Pharmaphobie lässt sich das Buch laut Rezensent auch lesen und als Mutmacher für Betroffene, Tipps und Trick inklusive.
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