Ein Sommermorgen in einer deutschen Großstadt. Wie durch Zufall bewegt sich eine Handvoll Menschen aufeinander zu. An einer einsamen Autobahnraststätte kommt es schließlich zu einer folgenschweren Begegnung. Zwei Menschen bleiben auf der Strecke, und niemand weiß, warum...
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 17.11.2001
Naja, denkt der Rezensent mit dem Kürzel S.V.. Andree Hesses Fabel über Un- und Zufälle des Lebens, in der er eine Reihe von Personen in einem Auto, auf einer Raststätte und in einem Hinterhof zusammenführt, steckt für den Rezensenten noch in den Kinderschuhen, oder genauer, "am Reisbrett". Der Text sei zwar sauber gearbeitet, aber krampfhaft "verrätselt". Übriggeblieben ist für S.V. ein Prosastück, das er zu groß hält für das, was in ihm steckt und zu klein, um etwas anderes zu sein.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.07.2001
O weia, hier wird mit Kritik an Plot und Stil des Romans nicht gespart. Rezensentin Pia Reinacher geht mit dem Debüt des fünfunddreißigjährigen Andree Hesse hart ins Gericht. Sie vermutet, dass sich der Autor etwas sehr offensichtlich an anderen Senkrechtstartern der Literaturszene orientiert hat, insbesondere an Ingo Schulzes Erzählkonzept in "Simple Stories". Den "Autobahnraststätten- und Hinterhofroman" hält sie für belanglos und banal. Lapidare Figurenporträts habe Hesse hier gezeichnet, außerdem führe er den Leser recht unmotiviert durch seinen Erzählkosmos. "Zerfahren", "vage", "disparat" und "verkrampft" sind weitere Eigenschaften, die die Rezensentin den Erzählkünsten des Autors zuschreibt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 12.06.2001
In einer Kurzrezension bescheinigt der Rezensent mit dem Kürzel "alex" dem Autor einen virtuosen Umgang mit "den dramatischen Mustern der Fernseh- und Kinounterhaltung". Da werden also zahlreiche Filme und Fernsehsendungen "anzitiert und dann ganz anders als erwartet weitererzählt", wie der Leser erfährt. Bisweilen fühlt sich "alex" an Ingo Schulzes Erzählband "Simple Storys" erinnert, zumindest was die "losen Verflechtungen" betrifft, die flüchtigen Begegnungen. Andree Hesses Figuren erscheinen dem Rezensenten wie "ruhige Empiriker", die mit ebenso großer Genauigkeit wie Verwunderung ihre Umwelt wahrnehmen.
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