Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 09.11.2002
Was die Melancholie und das Nachdenken über die Welt miteinander zu tun haben, sucht Alexander Walker in seiner Dissertation zu klären. Viel ist mindestens seit Aristoteles darüber geschrieben worden, mal aus romantischer Perspektive (Hegel), mal aus dekadenter und mal, nämlich heute, aus "klinisch-psychologischer". Der Autor trägt all das geflissentlich zusammen, am Grundrecht der philosophischen Schwermut will er festhalten. Der Rezensent mit dem Kürzel "rox." erwähnt, dass Walker ohne Freud und Lacan nicht auskommt und bei der Einsicht landet, der Ort der Melancholie liege "in dem Oszillieren zwischen Notwendigkeit, Unmöglichkeit und Isolation". Dass es hier zu aufregend neuen Erkenntnissen komme, davon sagt rox. (durchaus beredt) nichts.
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