Andreas Tjernshaugen

Das verborgene Leben der Meisen

Cover: Das verborgene Leben der Meisen
Insel Verlag, Berlin 2017
ISBN 9783458177234
Kartoniert, 234 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wussten Sie, dass Meisen der Vielweiberei frönen, Fledermäuse töten, weil deren Gehirn besonders lecker schmeckt, und sich in der Luft wie fliegende Dinosaurier verhalten? Andreas Tjernshaugen, Ornithologe aus Leidenschaft, zeigt, was wir über Meisen alles nicht wissen, er enthüllt uns eine faszinierende Welt direkt vor unseren Augen, die uns bisher verborgen blieb. Sehr zur Freude seiner Kinder hat Andreas Tjernshaugen eines Tages zwei Meisenkästen in die Bäume des Gartens gehängt und in einem davon eine Kamera installiert, denn er wollte es endlich genauer kennenlernen, das verborgene Leben der Meisen. Haben Meisen Alltagsprobleme? Ja, Nachbarschaftsstreit, Eifersuchtsdramen bei der Partnerwahl, Differenzen bei der Kindererziehung - wie bei uns. Und keine Meise gleicht der anderen: Die einen sind ängstlich, die anderen wagemutig und zupackend, wenn sie Neuem und Unbekanntem begegnen.
Ein Jahr lang hat Tjernshaugen ihre Gewohnheiten beobachtet. Nach der Lektüre seines Tagebuchs werfen wir einen anderen Blick auf die Vögel vor unserem Fenster.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.12.2017

Kai Spanke holt sich Tipps für Nistkästen und Meisenfütterung beim Soziologen Andreas Tjernshaugen. Dass der fachfremde Autor so gut über Singvögel, insbesondere Kohl- und Blaumeisen zu schreiben weiß, liegt für Spanke nicht zuletzt an der Anbindung seiner Ausführungen an persönliche Anekdoten und Reflexionen, einem lockeren Duktus, der unter wissenschaftlichen Fakten nicht leidet, wie er findet. Über Federkleid, Futter, Habitate erfährt Spanke Wissenswertes. Die "fabelhaften" Fotos und Zeichnungen sagen dem Rezensenten zu, ein Literaturverzeichnis vermisst er.
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