Nach dem Unfall sind Zeit und Welt aus den Fugen. 263 Tage liegt der Winterjunge im Koma, exakt die Anzahl jener Tage, die seine Mutter vor elf Jahren mit ihm schwanger war. Dann erleben die Menschen um ihn herum ein Wunder: An einem prächtigen Sommertag kehrt Felix Winter zurück ins Leben. Und nennt sich von nun an anders, nämlich Anders. Er hat keinerlei Erinnerung mehr an die Zeit vor dem Unfall oder an den Unfall selbst und es gibt jemanden, der alles dafür tun wird, dass das so bleibt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.01.2015
Tilman Spreckelsen ahnt, dass das neue Buch von Andreas Steinhöfel ein Buch für alle sein könnte. Ganz anders als Steinhöfels bisherige Erfolgsbücher für Kinder ist es allemal, meint er. Die Erzählung von einem Jungen, der aus dem Koma erwacht und fortan alles synästhetisch, in eine farbige Aura getaucht wahrnimmt, entgeht für den Rezensenten dem Esoterischen, indem sie einerseits zwar fantasievoll daherkommt, andererseits jedoch auf dem Teppich des Möglichen und durchaus Nüchternen bleibt, wie Spreckelsen erklärt. Sprachlich zwischen Reflexion und Erzählung balancierend, lotet der Text für den Rezensenten das Unerklärliche aus, thematisiert Leben, Liebe und Tod und bietet zugleich komische Passagen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.12.2014
Feierlich, geradezu philosophisch bespricht Fritz Göttler dieses neue Buch Andreas Streinhöfels. Aber leichter Tobak ist es nicht: Der Held ist aus dem Koma erwacht, sieht die Welt nun schärfer als die anderen und sagt es ihnen auf die bleiche Nasenspitze zu. Aber Göttler lernt eine Menge, und zwar mehr über das Leben als über den Tod und über eine Henne namens Romy, die von einem Alten geliebt wird, auch weil sie ein furchtbares Schicksal überlebt hat. Es ist ein Buch über das Leben als ständiger Wandel, über Freiheit und den Mut zum Fallen, erklärt ein sichtlich hingerissener Göttler.
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