Geschwindigkeit durchdringt im 20. Jahrhundert alle Lebensbereiche. Die Untersuchung erarbeitet analytische Grundlagen, mit deren Hilfe über Formen des Umgangs mit Geschwindigkeit im 20. Jahrhundert geprochen werden kann. Den Umwälzungen im physikalischen Denken durch die Relativitätstheorie und der Reflexion der zeitgenössischen Naturwissenschaft in Musils Werk gilt dabei ebenso die Aufmerksamkeit wie dem Verbleib des Leibes, der Sichtbarkeit leiblichen Erlebens im Film, den Rauschgiftexperimenten Benjamins im zeitgenössischen Kontext, sowie dem theoretischen Stand der aktuellen Medientheorie.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.01.2001
Uwe Steiner hält das Vorhaben, in Benjamins Spätwerk und dem Roman Musils nach Gemeinsamkeiten zu suchen, für gerechtfertigt, auch wenn, wie er bemerkt, Benjamin die Lektüre von `Der Mann ohne Eigenschaften` abgebrochen hatte und ihn als "klüger, als er`s nötig habe" kritisierte. Die Autorin sehe das gemeinsame Moment in der "Erfahrung der Geschwindigkeit als Signatur der Moderne" und stelle diese These in ihrem Buch "eindringlich" dar, lobt der Rezensent. Nur findet er es schade, dass Gnam den "politischen Aspekt" der Benjaminschen Theorien nicht näher untersucht, denn hier, meint der Rezensent, wären noch erhellende Erkenntnisse zu gewinnen, auch wenn die Autorin finde, dass das Politische bei Benjamin in der bisherigen Forschung zu stark betont worden sei.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 22.04.2000
In einer Kurzkritik lobt der Rezensent mit dem Kürzel "sks." diesen Versuch, die Reflexionen zweier so unterschiedlicher Autoren wie Benjamin und Musil zur Geschwindigkeit neuer Medien und Maschinen in einer Zusammmenschau zu bündeln. Besonders wichtig sei dabei die Analyse ihrer filmtheoretischen Schriften.
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