Alonso Cueto

Das Flüstern der Walfrau

Roman
Cover: Das Flüstern der Walfrau
Berlin Verlag, Berlin 2008
ISBN 9783827007759
Gebunden, 271 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Aus dem Spanischen von Matthias Strobel. Was verbindet nach vielen Jahren noch zwei Frauen, die in der Schulzeit miteinander befreundet waren - wenn auch nur heimlich, da die eine der beiden so dick war, dass die andere sich nicht mit ihr auf offener Straße zeigen wollte. Wie gehen sie mit den Verletzungen und Schuldgefühlen um, die sich in all den Jahren angestaut haben? Als Veronica nach fünfundzwanzig Jahren ihrer alten Klassenkameradin Rebeca zufällig wiederbegegnet, ist ihr erster Impuls zu fliehen. Doch scheint es in Lima keinen Ort mehr zu geben, an dem Rebeca nicht auftaucht, und auch Veronicas Gedanken kreisen obsessiv um die Freundin. Ein Tanz zwischen Anziehung und Abstoßung beginnt, in dessen Verlauf Rebeca zeitweise die bedrohlichen Züge einer kalten Psychopathin annimmt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 15.04.2008

Bei Kersten Knipp, der Alonso Cuetos Roman "Die blaue Stunde" über die linksterroristische peruanische Organisation "Leuchtender Pfad" noch mit Begeisterung gelesen hat, stellt sich angesichts dieses Buchs Ernüchterung ein. Anhand eines ungleichen Freundinnenpaars, beide sind beruflich erfolgreich, aber die eine von beiden ist massiv übergewichtig, zeige der Roman die Leiden am materiellen Überfluss und die dahinter stehende innere Leere auf, erklärt der Rezensent. Damit ist auch Cueto bei den "globalen Modethemen" angekommen, denn mit Peru und dessen Geschichte hat dieses Buch nichts mehr zu tun, stellt Knipp fest. Laut Rezensent ist es zwar Geschmackssache, ob man diese literarische Entwicklung gutheißt, er lässt aber durchblicken, dass sein Geschmack zumindest damit nicht getroffen ist.
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