Alexander Kluge

Olympiastadion Berlin. Steine beginnen zu reden

Parthas Verlag, Berlin 2000
ISBN 9783932529733
broschiert, 48 Seiten, 10,12 EUR

Klappentext

Mit ca. 36 Fotos von Harf Zimmermann. Das Berliner Olympiastadion, das von den Nationalsozialisten für die Olympischen Spiele von 1936 errichtet wurde, zählt als einzige realistische Großanlage des "Dritten Reiches" zu den herausragenden Baudenkmälern des 20. Jahrhunderts. Volker Kluge schildert die Geschichte des ehemaligen Reichssportfeldes, wobei er einen Bogen von der Pferderennbahn bis zum heutigen Heimstadion des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC spannt. Die Veröffentlichung wird ergänzt durch ausgewählte Biografien von Persönlichkeiten, die dort ihre Spuren hinterlassen haben.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.04.2000

Michael Reinsch lobt dieses "wunderbare Geschichtsbuch" in den höchsten Tönen: Es besteche durch die große Anzahl der ausgewerteten Quellen ebenso wie durch die vielen Aussagen von Zeitzeugen und deren Nachkommen. Dass der Autor seinen Blick dabei nicht auf rein sportliche Gesichtspunkte beschränkt hat, sondern auch den Kontext ins Visier nimmt, begrüßt Reinsch ausdrücklich, denn nur so könne man der Thematik wirklich gerecht werden. Als Beispiele dafür zählt der Rezensent unter anderem die Rolle und das Selbstverständnis der Architekten auf sowie die Bedeutung des Stadions "als Stätte nationaler Leibeserziehung und nationalistischer Opferbereitschaft". Ein großes Lob gebührt nach Reinschs Ansicht auch Harf Zimmermann, der "in ruhiger Meisterschaft" das Stadion fotografiert habe. Bedauerlich findet Reinsch lediglich, dass das Format des Bandes den Fotografien nicht ausreichend Rechnung trägt.
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