Alexander Garcia Düttmann

Naive Kunst

Ein Versuch über das Glück
Cover: Naive Kunst
August Verlag, Berlin 2012
ISBN 9783941360136
Broschiert, 126 Seiten, 9,80 EUR

Klappentext

Mit einem Nachwort von Christoph Menke. Das Gefühl des Glücks, dem Daphne, die Protagonistin in Alexander García Düttmanns erster Prosaveröffentlichung, nachspürt, entzieht sich nicht erst im Nachhinein der bewussten Vergegenwärtigung. Weil die Bedingung seiner Gegenwart Unwissenheit ist, übt sich Daphne in der Kunst der Naivität: das Glück in denjenigen "imitations of life" erfahrbar zu machen, die mit ihrem Leben in San Francisco verbunden sind. Ihre Kunst ist eine Kunst der Verwandlung: Daphne baut ihre Erfahrung der Stadt wieder auf, sie schichtet Erinnerungsstein auf Erinnerungsstein, bis ihr dargestelltes Leben als das einer "Mrs. San Francisco" erscheint - als singuläres Bild des Lebens der Stadt selbst. Der erste Prosatext, der in der Kleinen Edition erscheint, trägt der Tatsache Rechnung, dass "Theorie" nicht an die Form des theoretischen Textes gebunden ist. Ihre Einsichten entfalten sich auch dort, wo die Eigenart ihres Gegenstandes - die Nachträglichkeit des Glücks - eine ihm entsprechende Artikulationsform erfordert: eine zugleich prosaische und "naive" Kunst.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.05.2012

Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst" ist ganz "große Literatur" schwärmt Rezensent Andreas Platthaus - auch wenn er sich nicht ganz sicher ist, wie er das Werk des deutschen Philosophen bezeichnen soll. Denn obwohl er selten ein so schönes, topografisch und soziologisch genaues Porträt über San Francisco gelesen hat, ist die Geschichte um die Philosophiedozentin Daphne, die sich hier über fast fünfzehn Jahre hinweg an ihren zweijährigen Aufenthalt in der kalifornischen Metropole erinnert, kein Reiseführer. Zugleich, so Platthaus, sei das Buch aber auch kein Traktat - trotz des Untertitels "Ein Versuch über das Glück" und der deutlich spürbaren Vorliebe des Autors für Adorno. In jedem Fall lobt der Kritiker die Kunstfertigkeit dieser Erzählung. Wer "Eleganz, Einfallsreichtum und Präzision" schätzt, sollte diesen Band unbedingt lesen, rät der eingenommene Rezensent.
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