Aldous Huxley

Along the Road

Aufzeichnungen eines Reisenden
Cover: Along the Road
Rowohlt Berlin Verlag, Berlin 2024
ISBN 9783737101929
Gebunden, 288 Seiten, 25,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen und mit einem Nachwort von Willi Winkler. Mit "Along the Road" lernen wir Aldous Huxley, den Autor der visionären Dystopie "Schöne neue Welt", von einer bisher kaum bekannten Seite kennen: als Reiseschriftsteller. Huxley führt uns durch das Europa der Zwanziger, eine Welt im Umbruch, in der eine neue Mobilität auf alte Formen des Reisens prallt. Auch Huxley erliegt dem Reiz der Geschwindigkeit, wenn er mit seinem 10-PS-Citroën in Oberitalien an kunsteifrigen deutschen Wandervögeln vorbeirauscht. Zugleich folgen wir einem humorvollen Flaneur, der im Zugabteil dritter Klasse den Geschichten der Menschen lauscht, sich mit großer Lust am Unerwarteten am liebsten von völlig veralteten Reiseführern durch Amsterdam, Paris oder Rom leiten lässt und einfach eine grün getönte Brille aufsetzt, wenn es den Weiten Südfrankreichs mal etwas an Frische fehlt. Er sucht nach verborgenen Kulturschätzen, ist auf den Spuren Brueghels oder Botticellis, in Konzerten oder Theatern, beim Pferderennen in Siena und an den Küsten Italiens. Und zwischen Elba, lombardischen Renaissancestädten und der traumschönen Landschaft der Toskana entdeckt er eine verloren geglaubte Welt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.02.2025

"Scharfsinns, Humor und Selbstironie" zeichnen die Reiseberichte des Schriftstellers Aldous Huxley für Rezensentin Anna Vollmer aus. Vieles hier kommt einem bekannt vor: Huxley schrieb diese klugen Essays in den Zwischenkriegsjahren, trotzdem fließen schon Gedanken zum Massentourismus, zur Technikabhängigkeit oder zum Konzept der 4-Tage-Woche ein, staunt die Kritikerin. Oft führen Huxley Schilderungen von dem, was er auf seiner Reise führt, zu klugen Überlegungen über gesellschaftliche oder künstlerische Fragen, wie ihn zum Beispiel das Fresko "Auferstehung" von Piero della Francesca zu einer Reflexion über den Charakter der Kunst anregt. Im Gegensatz zu den tumben Touristen um ihn herum sieht sich Huxley natürlich als "echter Reisender", eine kleine Arroganz, die die Rezensentin ihm aufgrund seines "Scharfsinns" verzeiht. Diese Essays, von Willi Winkler ins Deutsch übersetzt, sind gerade für Huxley-Entdecker ein hervorragender Einstieg in sein Werk, empfiehlt Vollmer.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 26.09.2024

Der britische Autor Aldous Huxley (1894 bis 1963), berühmt für seinen Roman "Schöne neue Welt", war ein begeisterter Reisender. Dieses 1925 erstmals erschienene Buch erzählt von seinen ersten Reisen, erzählt Rezensentin Bettina Baltschev, die lernen muss, dass Reisen vor dem Massentourismus auch nicht immer ein Vergnügen war. Wie auch immer, Huxley erzählt nicht einfach, was ihm begegnet, er schweift gern ab, plaudert über Sonnenbrillen oder die Erkenntnisse aus seiner Lektüre der Encyclopædia Britannica. Baltschev liest das mit einigem Vergnügen, zumal Huxley auch recht prophetisch in die Zukunft des Reisens und der Funkttelefonie blickt. Auch das Nachwort des Übersetzers Willi Winkler hat sie mit Gewinn gelesen.
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