Er war der Hoffnungsträger einer ganzen Generation, und bis heute ist er für viele Menschen, gerade in Deutschland, eine Kultfigur geblieben: John Fitzgerald Kennedy, 35. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. In seine nur 1036 Tage währende Amtszeit fielen dramatische Ereignisse wie die Kuba-Krise, der Bau der Berliner Mauer und das aktive Eingreifen der USA in den Vietnam-Krieg. Er war ein Frauenheld mit unzähligen Affären - dabei ein Mann, der schon seit seiner Jugend an schweren Krankheiten litt. Alan Posener porträtiert Kennedy in seiner ganzen Widersprüchlichkeit: den Mann aus einer irisch-katholischen Einwandererfamilie, die einer ganz besonderen Mission folgt; den Weltkriegsveteranen; den Friedensverkünder und Reformer; den Krisenstrategen; den Ehemann, Familienvater und Liebhaber.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 25.06.2013
Über John F. Kennedy lässt sich wohl kaum noch einmal etwas Neues sagen, vermutet Bernd Greiner, zuviel ist an seinem Mythos gestrickt worden. Was hätte nicht alles passieren können, wäre er nicht einem Attentat zum Opfer gefallen, eine "Geschichte im ewigen Konjunktiv". Alan Poseners Buch "John F. Kennedy" zeichnet sich aber nun gerade dadurch aus, dass der Biograf untersucht, weshalb Kennedy sich so gut als Projektionsfläche eignete, wobei der Autor sich hütet, polemisch zu werden oder die tatsächlichen Leistungen des Präsidenten in Abrede zu stellen, berichtet der Rezensent. Neues fördert Posener zwar nicht zutage, aber er präsentiert das Bekannte ausgewogen und differenziert, lobt Greiner.
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