Alan Carter

Prime Cut

Kriminalroman
Cover: Prime Cut
Edition Nautilus, Hamburg 2015
ISBN 9783894018122
Gebunden, 368 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Sabine Schulte. Hopetoun, Westaustralien: In der Nickelabbau-Boomtown wird ein kopfloser menschlicher Torso ans Ufer geschwemmt. Gelegenheit für den in Ungnade gefallenen ehemaligen Vorzeigebullen Cato Kwong, sich zu beweisen. Der Polizist chinesischer Abstammung will weg von dem Posten, auf den er zwangsversetzt wurde. Nachdem der zum Torso gehörende Kopf gefunden wurde, weiß die Polizei zwar, dass der Tote ein Chinese ist, und ein Minenarbeiter gesteht den Mord an seinem Kollegen, doch das Geständnis scheint der Polizei erkauft. Steckt ein polizeibekannter Drogendealer hinter den Verbrechen?

Im Perlentaucher: Zum Grillen: Erwünscht?

Nicht unbedingt die Gewinne, aber Missgunst und Habgier sind hier zwischen oben und unten ziemlich gleichmäßig verteilt. Am oberen Enden der Nahrungskette wird selbstredend mit feinerem Besteck gegessen. Thekla Dannenberg in Mord und Ratschlag

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 14.04.2015

Nicolas Freund hätte sich gewünscht, dass Alan Carters "Prime Cut" so hart und brutal bleibt, wie das Buch angefangen hatte, mit einer scheinbaren Idylle, die sich dann umso schmerzhafter in ein Blutbad mit Haien und einem menschlichen Torso verwandelte, berichtet der Rezensent. Irgendwo im australischen Outback müssen Detective Cato Kwong und seine Kollegin Tess Maguire den Fall bearbeiten, obwohl sie bisher hauptsächlich damit zu schaffen hatten, erfolglos die Industrie vom Tierequälen abzuhalten, so Freund. Leider verliert sich der Plot dann in kriminalistischer Routine, und wo er von ihr abweicht, wird er unübersichtlich, kritisiert der Rezensent, der später im Buch auch die erhoffte Härte misst und bedauernd feststellt, dass seine Hoffnungen nicht erfüllt worden sind.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.03.2015

Als Porträt einer Gesellschaft der Hierarchien bezeichnet Hannes Hintermeier Alan Carters Down-Under-Krimi. Rassismus spielt eine Rolle, gegen Asiaten und die Maori, und ein "cold case" aus den 70ern, eine Mordserie schließlich. Dass der Autor schon in seinem nun auf Deutsch vorliegenden Debüt die Genreregister beherrscht und wie Peter Temple den genius loci genau kennt und als Handlungsort fruchtbar macht, merkt Hintermeier schnell. Übersicht, Routine, Dialogfestigkeit und eine Hand für starke Bilder attestiert er dem Autor. Bei den Landschaftsbeschreibungen sieht er allerdings noch Entwicklungspotenzial.
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