Alan Carter

Des einen Freud

Kriminalroman
Cover: Des einen Freud
Edition Nautilus, Hamburg 2016
ISBN 9783960540168
Kartoniert, 384 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Sabine Schulte. Es ist heiß in Westaustralien, und es wird noch heißer: Gordon Wellard, verdächtig des Mordes an einer vermissten 15-Jährigen, scheucht Cato Kwong durch Fremantle. Statt der angeblich vergrabenen Leiche findet Cato jedoch nur einen mit Zimmermannsnägeln gespickten Schweinekadaver. Kurz darauf wird ein Restaurantbesitzer, der kein Schutzgeld mehr zahlen wollte, mit ähnlichen Nägeln im Rücken tot aufgefunden. Der schnell ermittelte Täter kommt offenbar bei einem Buschbrand ums Leben. Doch als Cato kurz darauf entführt und mit einer Nagelpistole bedroht wird, offenbart sich, wie sehr die Polizei selbst bedroht - und verstrickt ist. Zur gleichen Zeit untersucht Catos Kollegin Lara Sumich den Mord an dem Undercover-Cop Santo Rosetti, dem nach einem Blowjob auf der Toilette eines Nachtclubs die Kehle durchgeschnitten wurde. Ihre Ermittlungen werden jedoch manipuliert, und auch Lara selbst wird überfallen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 17.11.2016

Alan Carter lässt seine Leser ordentlich zappeln, freut sich Tim Neshitov, der dem australischen Krimiautor von einem Cliffhanger zum nächsten hinterherhechelte. Allerdings baut der Rezensent auch falschen Erwartungen vor: Flucht aus einer schrecklichen Welt bietet Carter nicht, seine fiktive Welt ist mindestens genauso scheußlich die reale, betont Neshitov. Carters Welt ist das brütend heiße Westaustralien, in dem sich Einwanderer und lokale Rocker fiese Bandenkriege liefern, Mädchen und Schweine zu Tode gequält werden, und die Polizei den Drogendealern ungemütlich ähnlich sieht. Nur Kommissar Kwong erscheint dem Rezensenten einigermaßen sympathisch, dafür aber auch recht unnahbar.
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