Aktham Suliman

Krieg und Chaos in Nahost

Eine arabische Sicht
Cover: Krieg und Chaos in Nahost
Nomen Verlag, Frankfurt am Main 2017
ISBN 9783939816409
Kartoniert, 232 Seiten, 17,90 EUR

Klappentext

Millionen Menschen auf der Flucht, auch zu uns nach Europa. Blinder Terror überall, auch bei uns in Europa. Krieg und Chaos drohen überhandzunehmen. Was ist nur im Nahen und Mittleren Osten passiert? Der ehemalige al-Dschasira-Korrespondent richtet einen speziellen, arabischen Blick auf die krisenhaften Entwicklungen der letzten 25 Jahre zwischen dem Westen und der Arabisch-Islamischen Welt. Der Autor zeichnet die unsichtbare Verbindungslinie zwischen dem Islamischen Staat, dem Arabischen Frühling, dem Irak-Krieg, den Angriffen vom 11. September und dem zweiten Golfkrieg. Er versucht das Muster hinter dem Chaos zu erkennen und nimmt dabei seine Leser mit auf eine spannende analytische, journalistische und biografische Reise. Das Buch ist ein Aufschrei gegen Erdöl-, Anti-Terror-, Präventiv-, Demokratisierungs-, Schutzverantwortungs-, Regime-Change- und Wie-Auch-Immer-Kriege im Nahen und Mittleren Osten, mit besonderem Augenmerk auf Medien und Kriegspropaganda.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.02.2018

Simon Wolfgang Fuchs liest Aktham Sulimans Generalabrechnung mit dem Westen und seinen Interessen in Nahost mit Vorsicht. So verständlich ihm der beißende Spott des syrisch-deutschen Journalisten angesichts von dessen Erfahrungen beim Fernsehsender Al Dschasira und im Feldeinsatz in Irak auch erscheint, so problematisch findet er Sulimans Sicht auf den Nahen Osten als Opfer böser Kulturkämpfer des Westens und der USA sowie die Begründung des Islamismus mit der irakischen Niederlage von 1991. Lesenswert findet er das Buch dennoch, schon wegen Sulimans Darstellung des Verlaufs des Arabischen Frühlings.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.01.2018

Dieser, wie es im Untertitel heißt, "arabischen Sicht" des in Deutschland lebenden ehemaligen Al Dschazira-Korrespondenten Aktham Suliman auf den Krieg in Nahost kann der hier rezensierende Islamwissenschaftler Rainer Hermann nicht zustimmen. Dass allein der Westen seit dem zweiten Golfkrieg von 1991 an dem "Chaos" schuld sei und durch Intrigen "moderne Staaten" wie den Irak, Libyen und Syrien zerstörte, will ihm der Autor anhand von vier Kriegen glaubhaft machen, bleibt aber efolglos. Meist "holzschnittartig", bestensfalls "bedenkenswert" findet Hermann die Ausführungen in diesem Buch, in dem Suliman zudem einen "Dritten Weltkrieg" diagnostiziert, der der Errichtung der Herrschaft des Westens über den Nahen Osten diene.

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