Ahmet Ümit

Das Land der verlorenen Götter

Kriminalroman
Cover: Das Land der verlorenen Götter
btb, München 2024
ISBN 9783442773879
Kartoniert, 576 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Aus dem Türkischen von Sabine Adatepe. Yıldız Karasu, Hauptkommissarin der Berliner Polizei, und ihr Stellvertreter Tobias Becker müssen einen rätselhaften Serienmord im Berliner Pergamonmuseum aufklären und stoßen bei ihren Ermittlungen auf uralte Geheimnisse, die das Leben von zahlreichen Menschen zerstören können. Ein kriminologisches Abenteuer, das sich von den Straßen Berlins bis nach Bergama in Anatolien erstreckt. Als sich dann auch noch eine längst vergessen geglaubte Figur zu Wort meldet, steigt nicht nur bei den beiden Ermittlern die Spannung.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.06.2024

Was passiert, "wenn Götter Rache nehmen" kann Rezensentin Maria Wiesner bei Ahmet Ümit nachlasen, den sie als profilierten Krimi-Autoren kennt - und auch sein neuestes Buch enttäuscht nicht: Mit Motiven aus der griechischen Mythologie gespickt machen sich zwei Berliner Kommissare an die Arbeit, den Mord an einem türkischen Maler aufzuklären. Dessen Vorfahren waren an archäologischen Ausgrabungen in Anatolien beteiligt, wo der berühmte Pergamonaltar herkommt, deshalb fließen auch Restitutionsdebatten in den Roman ein. Ümit lässt dabei geschickt die "Verflechtungen deutsch-türkischer Geschichte" über die Figuren in die Geschichte einfließen, lobt Wiesner. Zwischen den einzelnen Kapiteln findet die Rezensentin eingeschobene Passagen aus der griechischen Mythologie - ein legitimier "Kunstgriff" im Dienst der Historie. Sonst verzichtet der Autor auf "postmoderne Spielerei" und konstruiert stattdessen einen sehr ausgeklügelten und intelligenten Roman, urteilt sie.