Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.01.2005
Hoch preist der Rezensent Martin Z. Schröder die Sprechkunst des großen Schauspielers Erich Ponto. Von "Pontos Sorgfalt, seiner hörbaren Liebe zum Wort, diesem Auskosten der phonetischen Kräfte" fühlt er sich an Thomas Mann erinnert. Und auf Adalbert Stifter und diese Erzählung über zwei Kinder, die sich ins Eis verirren, lässt Schröder erst recht nichts kommen. Dennoch gibt es bei dieser Ausgrabung der Deutschen Grammophon aus dem Jahr 1953 ein Problem, das nicht zuletzt dadurch gravierend wird, so der Rezensent, dass es weder auf der CD noch im Booklet ("orthografisch mangelhaft") erwähnt wird: Der Text wurde massiv gekürzt, ein Teil der Entfaltung des "sozialen Mikrokosmos" geht schmerzlich verloren.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…