Mit mehr als 1000 Abbildungen Engel, Teufel und Dämonen spielten in der christlichen Kunst von Beginn an eine herausragende Rolle, denn sie rühren an die fundamentalen Ängste und Hoffnungen des Menschen und spiegeln den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse wider. Und anders als bei den meist stereotypen Darstellungen von Maria und Josef war es den Künstlern bei der Wiedergabe dieser Geisteswesen möglich, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen. So entstanden teils hoch emotionale, überraschende und bis ins Groteske reichende Bildwelten, die den Betrachter bis heute faszinieren.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.01.2017
Gottfried Knapp hat diesen Ziegel von einer Enzyklopädie nach Hause geschleppt und auf einem stabilen Tisch installiert. Was der Herausgeber Rolf Toman, die Kunsthistorikerin Maria-Christina Boemer und der Fotograf Achim Bednorz hier zusammengetragen, systematisch beschrieben und detailgetreu ausgeleuchtet haben, hat allerdings nicht nur messbares Gewicht für ihn, das sich etwa auf den fast 800 teils großformatigen Bildseiten niederschlägt. Die ideologischen Verwandlungen von Engel und Teufel seit der Antike, sichtbar in Mosaiken, Kapitellen und Skulpturen, verblüffen Knapp. Die Beschreibungen sind auch für Laien geeignet, erklärt er. Der Leser kommt den Bildnissen hier so nahe wie nie, versichert der Rezensent.
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