Ein Papiercontainer brennt. Die Polizei beschuldigt den kleinen Steffen. Der aber hat am Nachmittag nichts anderes getan als fernzusehen. Matthias, ein großer Fan der britischen Band The Smiths, steht kurz vor dem Abitur und weiß nichts mit sich und seinem Leben anzufangen, bis er der unsichtbaren Anne aus ihrer Schüchternheit hilft. Varnhagen, künftiger Ehemann Rahel Varnhagens, kommt gerade aus Paris, wo er Napoleon und Chamisso begegnet ist, und landet auf der abgelegenen Burg des Grafen Bentheim, der mit ihm vor allem über Liebesdinge sprechen will. Einer jüdischen Familie in Berlin, die vor den Nazis fliehen will, wird eindringlich geraten: "Fahrt nicht über Bentheim!"
Kritiker Cornelius Wüllenkemper bespricht gleich eine ganze Reihe von Büchern von Tobias Schwartz, die sich dem Leben in einer Kleinstadt nahe der deutsch-niederländischen Grenze widmen. Das ganz eigentümliche Räderwerk eines Ortes, in dem jeder jeden kennt, kennt Schwartz aus dem eigenen Leben, erfahren wir, auch wenn er in seinen vier Büchern natürlich einiges dazuerfindet: Hier spielt die Dorf-Disko "Die Scheune" ein Rolle, als Fluchtort vor dem Alltag, lesen wir. Außerdem geht es um jugendliche Paare, die sich noch in ihre Rollen im Leben einfinden müssen - auch das ist ein Motiv, das Wüllenkemper immer wieder in unterschiedlichen Variationen in den Emlichheim-Romanen vorfindet. Im finalen Band steht dann das schwierige Verhältnis zwischen Männern und Frauen noch einmal im Fokus: Joni, Leiter einer Jugendhilfeeinrichtung, ist ein ziemliches Ekel, seine Frau Rita lässt sich scheiden und leistet mit einer ganzen Gruppe an Frauen Widerstand gegen Macho-Verhalten, lesen wir. Wüllenkemper freut sich, dass im Abschlussband alle Fäden wieder zusammengeführt werden und Schwartz mit seiner genauen Auffassungsgabe einen sehr menschlichen Schluss für sein Projekt gefunden hat.
Judith Hermann: Ich möchte zurückgehen in der Zeit Judith Hermann folgt den Spuren ihres Großvaters, der während des Zweiten Weltkriegs für die SS im polnischen Radom stationiert war. Sie verknüpft ihr Schreiben mit seiner… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes… Bernhard Schlink: Gerechtigkeit Alle wollen Gerechtigkeit - immer für sich, manchmal auch für andere, selten für alle. Aber was ist Gerechtigkeit, und wie ist sie zu haben? Bernhard Schlink bietet weder… Max Frisch: Bitte nicht ins Buch kritzeln! Der Fund ist eine Sensation: Fast hundert Jahre nach seiner Niederschrift ist der Maturaufsatz von Max Frisch aufgetaucht. Sein Thema: "Licht- und Schattenseiten der modernen…