Von Harald Bodenschatz, Jörn Düwel, Niels Gutschow und Hans Stimmann. Mit 500 meist farbigen Abbildungen. Berlin war seit dem späten 19. Jahrhundert ein unvergleichliches Labor des Städtebaus. Immer wieder wurde ein Neues Berlin erdacht, erträumt und auch durchgesetzt. Dieses Buch entfaltet die städtebaulichen Leitideen und -projekte der größten deutschen Stadt im widersprüchlichen 20. Jahrhundert. Es widmet sich den großen Themen des Städtebaus, die immer auch gesellschaftliche Anliegen waren, Befreiung von überkommenen Fesseln, hoffnungsfroher Fortschritt und sozialer Ausgleich. Mit dem Band Städtebau schließt die 1964 durch den Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin gestartete dritte Ausgabe von "Berlin und seine Bauten".
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 29.12.2009
Rezensent Carsten Krohn begrüßt diese als eine historische Abhandlung angelegte Dokumentation der Städtebaugeschichte Berlins von Harald Bodenschatz, Jörn Düwel, Niels Gutschow und Hans Stimmann. Die Autoren stellen die traditionelle europäische Stadt für ihn in einem "positiven Licht" dar. Dabei lobt er Objektivität und den Verzicht auf Polemik. Neben dem Beitrag von Bodenschatz über die Mechanismen des privaten Städtebaus hebt er die Düwels und Gutschows Analyse der Stadtkonzepte der Jahrzehnte von der Weimarer Republik bis zur Teilung Berlins hervor. Sogar das Kapitel über die Zeit nach 1975 von Stimmann, der zwischen 1991 und 2006 als Senatsbaudirektor war, scheint Krohn reizvoll, weil hier die jüngste Geschichte aus dem Blickwinkel des politisch Verantwortlichen als Erfolgsbilanz geschildert wird. Krohn stört dabei nur, dass hier das "wissenschaftliche Format" einer historischen Abhandlung verlassen wird.
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