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Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons

Hegemoniale Metaerzählung

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
08.05.2013. Dass sich Beate Zschäpe Verteidiger namens Stahl, Heer und Sturm gewählt hat, ist kein Zufall, sondern Hohn, meint Georg M. Oswald in der Welt und ruft die Anwälte auf, ihr Mandat niederzulegen.  Zum Tod des Animationsfilmers Ray Harryhausen  bringen wir ein Video mit Interview und Filmausschnitten. Kathrin Passig benennt auf zeit.de die Vorteile des Ebooks. Sascha Lobo fordert auf der re:publica, die ein großes Medienecho ausgelöst hat, mehr Politik statt Netzpolitik. In der Zeit protestiert Marlene Streeruwitz gegen die Starrheit der Kamera in Ulrich Seidls "Paradies: Hoffnung".

Welt, 08.05.2013

Sollten die Verteidiger von Beate Zschäpe - Stahl, Heer und Sturm - ihr Mandat niederlegen? Ja, meint der Autor und Jurist Georg M. Oswald, denn indem sich Zschäpe drei Anwälte mit diesen Namen ausgesucht hat, habe sie sie bereits instrumentalisiert: "Hohn ist, wie angedeutet, ein Gestaltungsmittel rechtsradikaler Symbolik, die immer wieder sehr geschickt zum Einsatz gebracht wird. Der größte Hohn gegen Opfer wie gegen die Ermittler spricht aus den Taten des NSU selbst. Vor diesem Hintergrund verwundert es, wenn behauptet wird, es sei 'Zufall', die Verteidiger von Beate Zschäpe hießen so, wie sie heißen. Frau Zschäpe hat sie zusammengestellt. Bestimmt sind sie gute Strafverteidiger, doch davon gibt es viele, und wenn man merkt, dass man wegen seines Nachnamens instrumentalisiert wird, trifft man selbst die Entscheidung, ob man dies zulässt."

Weiteres: Jan Küveler gratuliert Pitigrilli zum 120sten. Besprochen werden Park Chan-wooks Thriller "Stoker", der Film "Star Trek Into Darkness", die Holocaust-Dokumentation "No Place on Earth" und die Autobiografie des iranischen Rappers Shahin Najafi, auf den die Mullahs ein Kopfgeld von 100.000 Euro ausgesetzt haben.

NZZ, 08.05.2013

Der Schriftsteller Kurt Drawert ist nach Prag gereist, um Kafka zu lesen, und hat die Stadt als Text lesen gelernt: "Ob Dublin, Berlin oder Prag - die Metropolen wären andere in unserem Gedächtnis ohne die literarischen Topografien eines Joyce, Döblin oder Kafka. Der allerdings schreibt mit einem Stadtplan in der Hand, den man subkutan nennen kann, unterirdisch wie die Kanalisation. Denn es sind nicht die Straßen und Plätze, Gassen und Winkel, wie sie etwa Leopold Bloom an einem 16. Juni durchstreift, sondern die von Ängsten und bizarren Phantasmen durchzogenen Seelenlandschaften des Prager Bürgertums, dem die Stadt zwischen imperialer Größe und schleichendem Verfall zur Projektionsfläche wird. Kafka interessiert sich nicht für die Vorderseiten, Oberflächen, Fassaden; er interessiert sich nicht für die Wirklichkeit, wie sie ist, sondern wie sie erscheint."

Weiteres: Nur zum Teil plausibel findet Judith Leister Norman Fosters Umbau des nun wiederöffneten Lenbachhauses. Besprochen werden eine Ausstellung des einstigen Schweizer Malerstars Albert Anker in Schaffhausen, ein Konzert der New Yorker Philharmoniker unter Alan Gilbert mit Tschaikowskys Sechster,  Jonathan Sperbers Marx-Biografie und Kinderbücher (siehe auch unsere Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).
Stichwörter: Berlin, Kurt Drawert

Weitere Medien, 08.05.2013

Kathrin Passig zählt in einem sehr lesenswerten Text für zeit.de die Vorteile des Ebooks auf: "Alle in der jüngeren Vergangenheit gelesenen Bücher trage ich immer mit mir herum und kann sie bei Bedarf durchsuchen. Das Anlegen digitaler Markierungen macht nicht ganz so viel Spaß wie das Bekleben der Seiten mit bunten Leuchtmarkerstreifen, erzeugt dafür aber eine für Weiterarbeit und späteres Zitieren sehr praktische Textdatei. Und da ich gern auf dem Handy lese, kann ich auch noch die winzigsten Wartezeiten mit Lektüre ausstopfen."

Ebenfalls auf zeit.de resümiert Kai Biermann die Rede Sascha Lobos auf der re:publica. Lobo war "ziemlich sauer und ziemlich frustriert", weil so wenig geklappt hat in letzter Zeit: Leistungsschutzrecht, Bestandsdatenauskunft, Vorratsdatenspeicherung, Funkzellenabfrage, Bundestrojaner, Aufhebung der Netzneutralität durch die Telekom - alles durchgegangen trotz der Proteste im Netz. "'Unser Teil der Verantwortung besteht darin, dass wir einen Fehler gemacht haben. Ich glaube, wir haben einfach verkannt, dass Netzpolitik zu allerallererst Politik ist und nur ein ganz bisschen Netz', sagte Lobo. Und forderte, nun Politik zu machen. Man dürfe sich den Regeln der Politik nicht länger verweigern, sagte Lobo und meinte Koalitionen. 'Wir müssen uns auf politische Art mit anderen verbünden. Wir müssen Gruppen finden, mit denen man sich verbünden kann', auch wenn es nur für eine begrenzte Zeit und bei einem begrenzten Thema sei, sagte er. Das sei unangenehm und bedeute, 'im Zweifel sogar mit Angela Merkel' zu kämpfen, aber es sei unvermeidlich." Die Rede kann man auch auf Youtube sehen.
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Aus den Blogs, 08.05.2013

Der Herr der Monster, Ray Harryhausen ist tot! Auf Youtube finden wir ein Interview aus den 70ern mit dem Stopmotion-Meister und einigen schönen Ausschnitten seiner Klassiker:

Stichwörter: Youtube

TAZ, 08.05.2013

Claudia Lenssen ist zwar keine Anhängerin der Flatness-These, aber die ihr gewidmeten Kurzfilmtage in Oberhausen haben doch einige Juwele im Programm gehabt, zum Beispiel Chris Markers "Stopover in Dubai": "2011, ein Jahr vor seinem Tod, kompilierte der Meister der politischen Blickanalyse eine Unzahl von Aufnahmen aus Überwachungskameras, die von Ermittlungsbehörden der arabischen Emirate gesammelt worden waren, um die Umstände des Mordes an dem Hamas-Führer Mahmoud al-Mahbouh 2010 in Dubai zu rekonstruieren. Marker erzählt allein durch die zeitliche Abfolge verpixelter Totalen aus der Airporthalle, diversen Hotellobbys, Einkaufszentren und Parkhäusern die Geschichte eines Mordkomplotts... Flache Bilder, aber von Flatness keine Spur."

Überfällig findet Sven von Reden die Retrospektive "The Real Eighties" im Österreichischen Filmmuseum, die die achtziger Jahre als die letzte Dekade betrachtet, "in der das Kino noch eins war, noch nicht geteilt in Arthouse und Mainstream, in Kulturanspruch und Kommerzrealität".

Besprochen werden J.J. Abrams neuer Star-Trek-Film "Into Darkness" und Michel Foucaults Vorlesungen "Über den Willen zum Wissen".

Und Tom.
Stichwörter: Hamas, Claudia Lenssen

FAZ, 08.05.2013

Der nach Richard David Precht beliebteste deutsche Denker Harald Welzer eröffnet eine Reihe mit "Geschichten aus der wünschenswerten Zukunft". Die erste handelt von dem Schuhhersteller Heini Staudinger aus dem Waldviertel, der nachhaltig produziert, von 1.000 Euro im Monat lebt, mit dem Fahrrad durch Afrika fährt und seine Investitionen per Crowdfunding finanzieren will, was ihm die österreichische Bankenaufsicht aber verbieten will: "Inzwischen haben 10 000 Menschen eine Online-Petition für Staudinger unterzeichnet, alle österreichischen Medien berichten über den Fortgang dieses bizarren Falls. Nun sieht es aus, als würde der Fall Staudinger zum Katalysator für eine angestrebte Gesetzesnovelle, die wirtschaftliche Beteiligungsmodelle ohne den Einbezug von Banken legalisieren soll. "

Weitere Artikel: Beglückt schreitet Julia Voss durchs erweiterte Lenbachhaus (Blog) im schönen und heiteren München. Sandra Kegel erzählt, unter welch konspirativen Vorkehrungen der neue Thriller von Dan Brown in elf Sprachen übersetzt wurde. Dieter Bartetzko stellt neue Wohnbauten in Frankfurt-Sachsenhausen vor. Melanie Mühl staunt über den vertikalen Wald (s. Bild), den das Büro Boeri Studio in Mailand errichtet. Hanna Lühmann resümiert die re:publica, wo angesichts der Telekom-Machenschaften die Idee des Internets als Gemeingut beschworen wurde. (Eine gute Presseschau zur re:publica bietet heute das Altpapier.) Andreas Rossmann besuchte die Kurzfilmtage in Oberhausen. Auf der Medienseite unterhält sich Nina Rehfeld mit dem Serienerfinder Gideon Raff, dessen israelische Serie "Hatufim" ebenso wie die Serie "Homeland", die er ebenfalls ersann, von Kriegsgefangenschaft und Heimkehr handelt. Außerdem schreibt Karen Krüger über Verschwörungstheorien türkischer Staatsmedien zum NSU und dem deutschen Verfassungsschutz.

Besprochen werden der Film "Stoker" von Park Chan-wook, ein "Rheingold" in Leipzig, Heiner Müllers "Zement" im Münchner Residenztheater, Ereignisse der Wittener Tage für Kammermusik und des Ideas City Festival in New York und Bücher, darunter "Das lebendige Theorem" des Mathematikers Cédric Villani, der (populärwissenschaftlich unterhaltsam) erzählt, wie es zu seinem "Theorem der nicht-linearen Landau-Dämpfung" kam (mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr).

SZ, 08.05.2013

 Die Re:Publica ist mit abermaligem Besucherrekord und Referenten auch jenseits der digital natives in der Gesellschaft angekommen, schreibt Johannes Boie im Medienteil. Dennoch fühlt er sich vom Expertenjargon vieler Referenten und Gäste etwas auf den Platz verwiesen: "Noch immer konstruiert die Szene gerne ein Wir und ein Ihr. Die anderen, das sind konservative Politiker, Telekom-Vorstände, im Jargon der Konferenz-Besucher: Menschen, die sich E-Mails ausdrucken. Die Kritik ist oft wirklich humorvoll, aber sie hilft selten". Was in Kuba beim an den staatlichen Restriktionen Vorbeitwittern hilft, hat er von der kubanischen Bloggerin Yoani Sánchez erfahren: "Man versendet mehr oder weniger heimlich vier SMS mit Computerbefehlen an eine spezielle ausländische Telefonnummer." Genaueres in diesem Vortragsvideo aus einer Playlist mit gesammelten Aufzeichnungen:



Umweht von ganz viel ABBA-Nostalgie kommt Thomas Steinfeld vom Besuch des gerade eröffneten ABBA-Museums in Stockholm nach Hause, wo er erstmal Tacheles reden und die schwedische Glitzerband vor alten Anfeindungen in Schutz nehmen muss:  "Warum war Abba verwerflich, während Pink Floyd beinahe schon echte Kunst war? Weil 'Money' (1973), eines der erfolgreichsten Lieder von Pink Floyd mit einer beherrschenden Bassfigur von ergreifender Schlichtheit daherkommt, dem 7/4-Takt zum Trotz, während 'Money Money Money' (1976) von Abba deutlich komplizierter ist, sich darin ein zickiger Disco-Bass mit mehreren Zwischenspielen abwechselt und das Ganze am Ende noch einen halben Ton höher rutscht, des euphorisierenden Effektes wegen?"

Außerdem: Wolfgang Janisch besucht eine juristische Tagung zum Thema Religionsbeschimpfung. Außerdem empfehlen die Filmkritiker der SZ Dokumentarfilme vom heute beginnenden Münchner DOK.fest, darunter einige von Werner Herzog.

Besprochen werden neue Popveröffentlichungen, Park Chan-Wooks Film "Stoker" und Bücher, darunter Roberto Ampueros Roman "Der letzte Tango des Salvador Allende" (mehr in unserer Bücherschau um 14 Uhr).

Zeit, 08.05.2013

Die Wahrheit muss auch wahr erzählt werden, meint die Autorin Marlene Streeruwitz in einem Text über Ulrich Seidls Film "Paradies: Hoffnung", in dem es um die Zurichtungen junger Mädchen in einem Diätcamp geht: "Die Kälte. Die leeren Leben. Die lächerlichen Alltagsmythen. Die verzweifelten Sehnsüchte. Das Schicksal dieser drei Frauen. Ihr Scheitern. Und zwar an sich selbst. Die Instanzen sind ja neoliberalerweise verschwunden. Das alles wird uns zentralperspektivisch mit fast immer fixer Kamera in streng stilisierten Bildern vorgeführt. Auktorial ist das. Immer Objektiv. Aber. Wird eine so erzählte Erzählung nicht immer schon durch den Erzählstil Bestandteil der hegemonialen Metaerzählung? Kann mit dieser objektiven und starren Kamera die Geschichte nicht mächtiger Personen erzählt werden?"

Weiteres: Wie jede Woche gibt es eine ganze Seite von, über oder mit Helmut Schmidt, diesmal besucht Hanno Rauterberg "den Kunstsammler". Preisfrage: Fängt der Artikel mit einer Zigarette an oder nicht? Große Hoffnung setzt der "posthumanistische" Philosoph Stefan Lorenz Sorgner auf Cyborg-Enhancement für die Entwicklung des Menschen: "Hirnimplantate könnten sich etwa nutzen lassen, um bei Bedarf eine neue Fremdsprache zu beherrschen." Jens Jessen knöpft sich die Steuerpläne der Grünen vor, die ihn an des Kaisers Flottenpolitik erinnert. "Angenehm unsouverän" für einen Malerfürsten fand Moritz von Uslar, dass sich Georg Baselitz bei einem Treffen noch immer über eine Kritik von 1979 ärgerte. Peter Kümmel feiert Luk Percevals Bühnenfassung der "Brüder Karamasow" als Stück über die Hoffnung und die Scham. Wolf Biermann lobt Hannes Steins Geschichtsfantasie "Der Komet" als "intelligenten Spaß".

Besprochen werden zudem der Briefwechsel zwischen Willy Brandt und Günter Grass und Albert Cohens Roman "Die Schöne des Herrn" (mehr ab 14 Uhr in unserer Bücherschau des Tages).
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Archiv: Heute in den Feuilletons

So sehr haben die Chefs Angst

07.05.2013. Die NZZ hat herausgefunden, warum deutsche Journalisten sich ungern kritisieren lassen: Niemand weiß besser, wie weh das tut. Anlässlich des NSU-Prozesses erinnert Götz Aly in der Berliner Zeitung an die Urszene des Terrorismus in Deutschland: die Ermordung August von Kotzebues. Wolf Lepenies kann in der Welt mit Giorgio Agambens… Mehr lesen

Rosa Pelzjacke über der Lederrüstung

06.05.2013. Die NZZ fürchtet sich vor dem rabiaten Umbau der Stadt Istanbul. In der FAZ erklärt Yohji Yamamoto, was am weiblichen Körper so schwierig ist und am männlichen so langweilig. Außerdem spricht die Netzaktivistin Raegan MacDonald zu Beginn der Re:publica über Datenschutz. Vocer fragt nach Chancen eines gemeinnützigen Journalismus in… Mehr lesen

Die Empörung ist eine europäische Sünde

04.05.2013. In der Welt spricht Kevin Powers über seinen Roman "Die Sonne war der ganze Himmel". Daily Mail stellt kleidsame Wollkappen für Schildkröten vor. Die taz trauert um die einst so angesagte Clubszene von Berlin. Für die FAZ legt die Psychoanalytikerin Julia Kristeva ganz Europa auf die Couch. Und alle… Mehr lesen

Steile Hierarchien, Massenproduktion, Akkordarbeit

03.05.2013. In Foreign Policy rät Arch Puddington zum heutigen Tag der Pressefreiheit von der Reise in die zehn schlimmsten Länder für Journalisten ab. Die NZZ stellt die Designerin Inga Sempé vor. Mit Longform.org verlinken wir auf die "2013 National Magazine Awards Winners" mit Texten aus dem Atlantic und Texas Monthly.… Mehr lesen

Abkehr vom Mainstream der Alltagsheringe

02.05.2013. In Spiegel online fordert Sascha Lobo viel mehr Investitionen in ein schnelles Internet - und zwar von der Regierung. Im Tagesspiegel stellt Achim Freyer mit Richard Wagner ein Notgleichgewicht her. Die taz beleuchtet die Rolle von Gewerkschaften und SPD in der Nazi-Zeit. In der Zeit spricht Cecila Bartoli über… Mehr lesen

Wo es ernst wird, reicht das Netz nicht aus

30.04.2013. Die FAZ schreitet über die Stege des Mucem ins mediterrane Glitzerlicht der Kulturhauptstadt Marseille. Jürgen Habermas hat in Belgien über Europa gesprochen - und die Deutschen zu Opfern aufgefordert. Die NZZ erkundet die Möglichkeiten des Netzes als Medium des Protestes. Brigitte eröffnet die Berichterstattung über den NSU-Prozess. Und in… Mehr lesen

Zurück ins Kommunardisch-Mädchenhafte

29.04.2013. Im Standard plädiert Franzobel ganz klar gegen Arbeit. In der NZZ beteuert der syrische Schriftsteller Fawwaz Haddad: Wenn sich die Syrer die Köpfe einschlagen, dann darum weil der Westen daran schuld ist. In der Welt fragt Hans-Joachim Müller, ob Künstlerinnen benachteiligt werden - und will aber erstmal den Mythos… Mehr lesen

Entwürfe für gutes Wetter

27.04.2013. Mehr Mut zu einem klaren Programm wünscht sich der Architekt Vittorio Magnago Lampugnani in der NZZ von Stadtplanern - am Ende kommt es sowieso anders als gedacht. Die moderne Stadt ist auf Temperaturen über 20 Grad ausgelegt, weiß die FAZ und freut sich, dass es endlich wieder soweit ist.… Mehr lesen

Atmosphärisches Make-up

26.04.2013. Die Welt fragt sich, warum ausgerechnet das autoritär regierte Vietnam als erstes asiatisches Land die Schwulenehe einführen will. Die NZZ besucht Gabriel García Márquez' Geburtsort Aracataca. Die taz rümpft die Nase über die in Kunst, Fernsehen und Literatur grassierende New Sincerity, wenn sie dabei Lena Dunhams Titten sehen muss.… Mehr lesen

Zwischen sauberer Recherche und Unsinn

25.04.2013. Der Freitag greift die Debatte um Daniel Cohn-Bendits pädophile Texte auf. Literaturcafé meldet, dass die CDU die Mehrwertsteuer für Ebooks auf 7 Prozent senken will. In der Zeit erklärt Julian Assange, was das Internet ist: nichts anderes als die Öffentlichkeit selbst. Die taz bringt ein Gespräch mit der Filmemeacherin… Mehr lesen

Sei wie der Kuckuck im Juni

24.04.2013. Bei Spiegel Online wirft Sascha Lobo der Telekom vor, am 2. Mai die Netzneutralität abschaffen zu wollen. Dann ist es auch mit dem anonymen Surfen vorbei, warnt Malte Spitz von den Grünen auf zeit.de. In der Welt kann Ioan Holender genau erklären, warum bekannte Opernsänger heute mehr Allüren haben… Mehr lesen

Im Getümmel vor dem Strafraum

23.04.2013. Der Economist hat herausgefunden: Es gibt im heutigen China keinen Autor unter 35 Jahren, der nicht im Internet entdeckt wurde. Atemlos verfolgte die NZZ einen Berliner Streit russischer Autoren auf der Suche nach der Erklärung für die Probleme des Landes. In der Berliner Zeitung schimpft Götz Aly auf die… Mehr lesen

Im gleißenden Weiß

22.04.2013. Auch die NZZ findet das Deutschlandbild der Louvre-Ausstellung "De l'Allemagne" recht gestrig. Wer Immigration will, sollte gegen Multikulti sein, meint Kenan Malik in seinem Blog. Die FR ist ziemlich sicher, dass Wolfgang Büchner Chefredakteur des Spiegels wird. Die FAZ fürchtet nach den Bostoner Morden eine noch stärkere Videoüberwachung der… Mehr lesen

Der gute alte Antagonismus

20.04.2013. Tieftraurig schreibt Jonathan Wilson in der NZZ über den Bostoner Marathon. Die SZ liest im papierlosen Buch der Zukunft. Das dann laut Frank Schirrmacher in der taz wohl von automatisierten Medien rezensiert wird. In der Welt schildert Bernard Lewis die drei Phasen des Kampfs der Kulturen. Die Zeit schwärzt… Mehr lesen

Ziemlich nackt

19.04.2013. In der taz feiert György Dalos das revolutionäre Umdenken. In der Welt gratuliert David Wagner Aldi zum Jubiläum. In der NZZ singt Miriam Meckel ein Liebeslied an das Buch. In der SZ versucht der Schriftsteller Dogan Akhanli zu verstehen, warum er in der Türkei schon wieder angeklagt wird. Die… Mehr lesen