Vorgeblättert

Zsófia Bán: Als nur die Tiere lebten

10.03.2014. Die ungarische Autorin Zsófia Bán erzählt in 15 Geschichten von Emigration, Entwurzelung und den emotionalen Schocks, die ein Leben in ein Davor und Danach teilen. Lesen Sie hier zwei Geschichten aus dem Band "Als nur die Tiere lebten".
Zsófia Bán: Als nur die Tiere lebten
Aus dem Ungarischen von Terézia Mora

Suhrkamp Verlag, Berlin 2014
656 Seiten, gebunden, € 22,95

Erscheint am 24. März 2014


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Klappentext
: Am Strand von Rio de Janeiro wird die kleine Anna im Getümmel von ihrer Mutter getrennt. Als das Mädchen sie nach kurzem albtraumhaften Verlorensein erleichtert am Wasser stehen sieht und sich ihr von hinten nähert, hört sie, wie die Mutter ein verzweifeltes "Sogar hier … sogar hier!" vor sich hinmurmelt. Was diese Worte bedeuten, vor allem aber wer ihre Mutter war, die sieben Sprachen sprach, aber mit ihrem Kind in keiner einzigen reden konnte, das begreift die Fotografin Anna erst Jahrzehnte später - als sie in einer Versuchsstation in der Antarktis das Naturphänomen des White-out aufnimmt, das alles verschluckende Weiß.

Zur Autorin
: Zsófia Bán, 1957 in Rio de Janeiro geboren, aufgewachsen in Brasilien und in Ungarn, ist Kunst- und Literaturkritikerin. Sie hat in Filmstudios gearbeitet, war Ausstellungskuratorin und lehrt Amerikanistik in Budapest. Abendschule, ihr literarisches Debüt, erhielt 2008 den Attila-József-Preis.

Zur Übersetzerin: Terézia Mora wurde 1971 in Sopron, Ungarn, geboren. Sie lebt seit 1990 in Berlin und gehört zu den renommiertesten Autorinnen und Übersetzerinnen. Für ihren Roman "Das Ungeheuer" von 2013 erhielt Terézia Mora den Deutschen Buchpreis.

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