Vorgeblättert

Leseprobe zu Elif Shafak: Der Bonbonpalast, Teil 2

Celal war keiner, der sich gerne in Abenteuer stürzte, doch die Begeisterung seines Bruders ließ auch ihn nicht kalt, und so leistete er kaum Widerstand gegen dessen Pläne. Als es darum ging, was sie gemeinsam tun könnten, kam die Überraschung: In der Zeit, als sie getrennt gelebt und nichts voneinander gehört hatten, hatten sie, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen und auf unterschiedlichen Wegen, zum selben Beruf gefunden. Celal war Damenfriseur, und Cemal hatte einige Jahre lang in einem Friseursalon für beide Geschlechter gearbeitet. Diese Entdeckung feuerte Cemals Begeisterung noch weiter an. »Friseurzwillinge!«, rief er stolz aus und fügte dann, als sage er etwas völlig anderes, mit noch größerem Enthusiasmus hinzu: »Zwillingsfriseure!« Wer sein zufriedenes Gesicht sah, konnte meinen, alle seine Wünsche seien in Erfüllung gegangen.
Während sein schwerfälliger Bruder noch die Vor- und Nachteile eines Friseursalons durchkalkulierte, krempelte Cemal bereits die Ärmel hoch und machte sich auf die Suche nach passenden Räumlichkeiten. Dass er keinen blassen Schimmer von Istanbul hatte, störte ihn nicht weiter. In weniger als einer Woche hatte er eine Wohnung gemietet und die Miete für ein Jahr im Voraus bezahlt. Die Wohnung lag in einem illegal erbauten Haus auf einem abschüssigen Grundstück am Bosporus und hatte einen spektakulären Ausblick. Vorne lag die Wohnung im ersten Stock, hinten auf Höhe des Erdgeschosses. Als Celal die Wohnung sah,war er entsetzt, und versuchte seinen Zwillingsbruder vergeblich davon zu überzeugen, dass den Kunden die schöne Aussicht auf den Bosporus völlig egal sei. Sie zogen trotzdem ein, hatten aber monatelang keinen einzigen Kunden. Dann kamen heftige Regenfälle, die Räume wurden viermal überschwemmt und danach von wilden Bestien heimgesucht - den Spuren nach zu urteilen, handelte es sich um Straßenkatzen. Am Ende des fünften Monats packten sie schließlich das Geld, das nach Cemals überstürzter Investition übrig war, und alle Möbel, die das Wasser und die Katzen überlebt hatten, zusammen und beschlossen einen zweiten Versuch, dieses Mal sollte aber Celal einen besseren Platz finden. Nachdem er lange gesucht und sämtliche Alternativen gegeneinander abgewogen hatte, entschied er sich für eine Mietwohnung im Hochparterre eines aschgrauen Apartmenthauses, das alt und ungepflegt aussah, offensichtlich einmal bessere Tage erlebt hatte und in einem lebhaften Viertel und in einer stark besuchten Seitenstraße stand, die auf eine Hauptstraße hinausführte.
»Ist es nicht seltsam?«, meinte Cemal bei der Geschäftseröffnung, »ich, der alte Dauerredner, bin im einsamsten Viertel Istanbuls gelandet, und du, der du immer still und leise bist, suchst dir den lautesten Platz aus. Wir sind nicht nur Gegensätze wie Tag und Nacht, sondern auch noch widersprüchlich in uns selbst!«
Gegensätze waren allerdings auf dem 50 mal 60 Zentimeter großen Foto der beiden nicht zu erkennen,das beim neunzehnten Friseurwettbewerb der Marmara-Region vor drei Jahren aufgenommen worden war. Cemal hatte es vergrößern und rahmen lassen und gegenüber dem Eingang zusammen mit anderen Fotos aufgehängt. Er hatte an dem Tag zwar ein T-Shirt mit orangefarbenen Papageien und Celal ein mattes Kakihemd getragen, aber beide präsentierten bei dem Wettbewerb die gleiche Frisur, und beide schieden noch vor dem Finale aus.
Ihre Lieblingsfrisur war ein gewundener Knoten aus kupferrot gefärbten, erst gelockten, dann geflochtenen Haaren. Die Ähnlichkeit der Fotos, auf denen beide diesen Haarknoten zu unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Modellen gewunden hatten,war frappierend. Ihre Kundinnen nahmen diese Fotos mit Begeisterung unter die Lupe, um immer wieder dieselben winzigen Unterschiede aufzuspüren. Die Zeit beim Damenfriseur besteht ja nun einmal aus ewigen Wiederholungen. Während die Zeit draußen wie der Blitz weiterrast, vergeht sie hinter der Tür des Friseursalons im Schneckentempo. Die Zeit ist hier drinnen so zäh wie ein Kaugummi, das auf der Straße an der Schuhsohle kleben bleibt ... Das Schönste an Wiederholungen ist das Vertraute. Im Einerlei fühlt man sich so geborgen wie unter alten Freunden an einem altbekannten Ort.
Friseursalons für Damen verdanken ihre Trägheit, die sonst kein Betrieb dulden würde, dem Rad der Wiederholung, das sich hier ständig dreht. Alles,was die Kundinnen hier tun, haben sie schon ewige Male vorher getan, und können es beliebig oft wiederholen. Obwohl alle Friseurkataloge gleich sind, wird jeder andächtig studiert. Die Frauenzeitschriften werden herumgereicht und überflogen, die Tageszeitungen flüchtig von vorn nach hinten und von hinten nach vorn durchgeblättert. Nie wird etwas zu Ende gelesen, und niemand findet etwas dabei, sich immer wieder dieselben Seiten anzuschauen. Ständig mustern die Kundinnen einander im Spiegel, obwohl sich ihr Aussehen gar nicht so schnell verändern kann. Der Tee, den die Brüder umsonst ausschenken, wird halb ausgetrunken, wird kalt, wird nachgeschenkt, wieder zur Hälfte ausgetrunken, wieder kalt, wieder nachgeschenkt. Der Gesprächsfluss wird an der einen oder anderen Stelle unterbrochen, das Thema gewechselt, dann dasselbe Thema noch einmal durchgekaut. Im Fernsehen schaut man sich immer wieder dieselben Videoclips an und gibt über dieselben Sänger mit denselben Liedern dieselben Kommentare ab - nichts muss zu Ende gebracht werden. Das Leben ist eine endlose Kette von Wiederholungen. Selbst wenn die Welt einmal auf Grund laufen und der Jüngste Tag hereinbrechen sollte, können Sie sicher sein, dass der Erzengel Israfil seine Trompete nicht blasen wird, so lange Sie beim Friseur sitzen. In Istanbul müssen Sie jeden Moment mit einem Erdbeben rechnen, außer beim Damenfriseur. Dort auf keinen Fall.
So hatten die Kundinnen ihren Spaß dabei, immer wieder die Unterschiede auf den Fotos der beiden herauszufinden. Der weibliche Blick nimmt ja Unterschiede stärker wahr als Gemeinsamkeiten. Zeige einem Mann drei Sekunden lang ein Foto von fünf hübschen jungen Fotomodellen mit Pferdeschwanz und blauem Badeanzug an einem Swimmingpool. Wahrscheinlich wird er darauf Folgendes sehen: hübsches junges Fotomodell mit Pferdeschwanz und blauem Badeanzug am Pool in fünffacher Ausfertigung. Zeige dann dasselbe Foto drei Sekunden lang einer Frau, und sie wird wahrscheinlich Folgendes wahrnehmen: fünf Fotomodelle am Pool, eines in Positur, ein anderes, das sich hängen lässt, einem steht der Pferdeschwanz, einem anderen eher nicht, eines macht der blaue Badeanzug schlank, ein anderes eher dick, eines sieht gut aus, ein anderes besser.
Doch bei den feinen Unterschieden auf Cemal und Celals Foto vom neunzehnten Marmara-Friseurwettbewerb hatte selbst der weibliche Blick große Mühe. Abgesehen von der Kleidung und von Cemals Silberschmuck glichen sich die beiden sogar im Ausdruck wie ein Ei dem anderen:Wie sie die Köpfe zur Seite neigten, in welchem Winkel sie sich über ihre Modelle beugten, wie sie die Finger krümmten, wie sie die Augenbrauen hochzogen und die Stirn in Falten legten, als wollten sie demonstrieren, wie ernst ihre Arbeit sei. Dennoch gab es ihn, den kleinen, aber feinen Unterschied: Auf einem Foto biss sich Cemal auf die Unterlippe - vielleicht weil er als Friseur nicht so geschickt war wie sein Bruder, oder weil er von seinem luftig gewundenen Knoten aus kupferrot gefärbten, erst gelockten, dann geflochtenen Haaren nicht recht überzeugt war, vielleicht wollte er aber auch nur schnell fertig werden, um essen zu gehen. Denn Cemal dachte ständig ans Essen. Den Stammkundinnen des Friseursalons war es ein Rätsel, warum er immer noch haargenau dieselbe Figur hatte wie Celal. Seit seiner Rückkehr in die Türkei stopfte er sich voll mit Gebäck und Teigwaren, während Celal wie ein Vögelchen und nur Suppen aß.
Die Gemeinsamkeiten der Zwillinge hörten aber spätestens da auf,wo es um ihre Arbeit ging. Cemal hatte andere Kundinnen als Celalj, es kam allerdings auch vor, dass eine Kundin zwischen den beiden wechselte. Selbst Kundinnen, die für ihr Leben gerne mit Cemal plauschten, ließen sich zu bestimmten Gelegenheiten nur von Celal bedienen. Celal war die erste Wahl bei Verlobungen, Hochzeiten, Festen und anderen wichtigen Terminen. Außerdem war Celal der erste Ansprechpartner für Notfälle: wer mit struppigen Haaren ankam, weil er sich zu Hause selbst daran herumgeschnippelt hatte,wer nach einer billigen Dauerwelle aussah wie vom Blitz getroffen,wessen Haare so verfilzt waren wie ein Vogelnest,wessen Haare nach einer Kur mit einem Hausmittelchen spröde und trocken geworden waren, wer sich falsch mit Wasserstoffsuperoxyd behandelt und davon sprödes, strohiges Haar bekommen hatte,wer die gewagte neue Frisur später wieder bereute und alle Opfer leichtsinniger Experimente unerfahrener Friseure ... Sie überließen ihren Kopf jammernd den geschickten Händen Celals. In solch schwierigen Momenten waren der Trost seines Talents und seiner Besonnenheit gefragt. Alle waren sich einig: Keine Frisur war so katastrophal, dass er sie nicht retten konnte. Für die beiden Brüder war es keine Frage, wer welche Kundinnen bedienen durfte. Bei diesem Thema herrschte ein stilles Einverständnis, und keiner war beleidigt, solange die Rollenverteilung eingehalten wurde. Wenn eine Frau hereinkam, wussten sie meistens schon in den ersten Sekunden, wer sie wie begrüßen sollte.
Riss eine Kundin die Tür so heftig auf, dass die Türglöckchen schepperten, und schaute sich dabei Hilfe suchend um, unterbrach Celal sofort seine Arbeit, ging mit festem Schritt auf sie zu und versuchte mit einem Blick auf ihr Haar abzuschätzen, was das Problem war. In weniger spektakulären Fällen übernahm Cemal die Begrüßung. Er unterbrach das Gespräch, in das er zu diesem Zeitpunkt höchstwahrscheinlich vertieft war, und verbeugte sich höflich, unhöflich, zu höflich - mit der richtigen Dosierung hatte er so seine Probleme. Kannte er die Kundin, konnte er sich die vorwurfsvolle Frage nicht verkneifen,warum sie schon so lange nicht mehr hier gewesen sei. Wenn es nach Cemal ginge, hätte nämlich jede Frau eine Stunde täglich beim Friseur verbringen müssen.
Doch unter den Stammkundinnen war eine Frau, die sich ihre Haare immer nur von Celal schneiden ließ und die seltene Ruhe, die gerade so unverhofft den Raum erfüllte, ebenso genoss wie er:Tantchen Madam. Diese winzige, alte Dame, die alleine in der Wohnung Nummer 10 im obersten Stock des Bonbonpalasts wohnte, kam alle vierzehn Tage, um ihr dünnes, schütteres Haar schneiden und kämmen und einmal im Monat platinblond färben zu lassen. Für die Stammkundinnen des Friseursalons war das ein gesuchtes Fressen und Balsam für ihre flinken Zungen, denn die Frau war eindeutig zu alt für Platinblond beziehungsweise zu platinblond für ihr Alter. Und wenn sie mit ihren achtundsiebzig Jahren schon unbedingt blond sein musste, dann sollte sie sich doch wenigstens diesen unwirschen Gesichtsausdruck abgewöhnen und sich nicht so benehmen, als hätte sie Ernst und Würde gepachtet. Wenn sie wenigstens eine witzige, heitere, vielleicht auch etwas zerstreute kleine Alte gewesen wäre, in deren Augen noch Spuren eines früheren Bohemelebens aufblitzten, die sich weder um die Moral noch die Meinung anderer scherte und ihre Rechnung mit Gott und dem Schicksal noch nicht beglichen hatte, dann hätte die Haarfarbe vielleicht gepasst. Aber sie war weder locker noch eine typische Großmutter, sondern ordentlich wie mit dem Metalllineal gezogen und platinblond obendrein - kurz: für die Stammkundinnen des Friseursalons des Guten zuviel.
Denn in der verschlüsselten Welt der Haarfarben gelten strenge Gesetze. Blonde Haare passen eben nicht zu einer Respektsperson, und diese Regel darf eine Frau nur dann durchbrechen, wenn sie von Natur aus blond ist. Doch in der Echtheit liegt gerade das Problem blonder Frauen! Rothaarige, Brünette, Dunkelblonde und selbst Albinos können sich ihre Haare so oft färben lassen, wie sie wollen, und jede beliebige Tönung wählen, ohne fünfzig Mal am Tag gefragt zu werden, ob ihre Haarfarbe denn echt sei. Blond zu sein, verlangt von den Frauen dagegen eine gewisse Gerissenheit und zwingt sie zur Lüge,wobei der Betrug meistens schnell entlarvt wird: Gerade versucht die Frau ihr Gegenüber noch vom Gegenteil zu überzeugen, da zeigt sich die Wahrheit schon heimtückisch an ihren Haarwurzeln. Die Farbe Blond macht Blondierte zu Betrügerinnen und echte Blonde unsozial.
Aber weder ihre Haarfarbe noch ihre Schminke schmälerten Tantchen Madams Respektabilität. Schon vom ersten Tag an war klar, dass sie mit ihrem Ernst und ihrer majestätischen Zurückhaltung Celals Kundin werden und bleiben würde. Dem Glanz ihrer Augen nach zu urteilen, verstanden sich die beiden bestens,wobei allerdings schwer zu sagen war, wie sie sich überhaupt angefreundet hatten, da beide nur selten den Mund aufmachten. Wenn es nach ihnen gegangen wäre, hätten Wörter rationiert werden müssen wie Trinkwasser.
Doch leider hielt der Seelenfrieden dieses Paares an diesem Nachmittag nur vier Minuten,weil plötzlich die Tür mit einem kräftigen Schwung aufgerissen wurde, dass die Glöckchen schepperten. Mit schnellen Schritten trat eine junge Frau herein, begleitet von der mechanischen Lautsprecherstimme des Wassermelonenverkäufers, der nach rechts und links Befehle zu erteilen schien. Drei lethargische Frauen - Kundinnen von Cemal - mit leopardengemusterten Plastikumhängen, die in ihren Friseurstühlen vor dem wandgroßen Spiegel aufgereiht waren, drehten gleichzeitig die mit Lockenwicklern, Haarspangen, Häubchen und Aluminiumfolie gespickten Köpfe und musterten den Neuankömmling von oben bis unten. Als sie die Frau erkannten,musterten sie sie noch einmal, jetzt von unten nach oben und noch ein bisschen neugieriger. Das war ein historischer Moment, denn die Blaue Mätresse hatte noch nie zuvor ihren Fuß in den Friseursalon gesetzt.
Celal schaute nur kurz zur Tür und wandte sich dann wieder seiner Arbeit zu. In diesem Moment wollte er sich ausschließlich mit den platinblonden Strähnen seiner Freundin beschäftigen. Außerdem sah die neue Kundin wer immer sie sein mochte nicht nach seinem Kundentyp aus. Cemal zeigte mehr Interesse als sein Zwillingsbruder und wusste auch schon einiges über sie. Aus dem Tratsch, der im Friseursalon jahrein, jahraus von morgens bis abends gepflegt wurde, hatte er manches Detail über die Blaue Mätresse herausgefiltert. So wusste er zum Beispiel, dass sie erst zweiundzwanzig Jahre alt war. Ferner hatte er gehört, dass sie vor einigen Wochen auf dem Weg zur Mülltonne einem jungen Mann, der sie belästigt hatte, den gesamten Inhalt ihrer Mülltüte über den Kopf geschüttet hatte. Außerdem hatte er erfahren, dass sie mit dem außerordentlich religiösen Hausverwalter Hadschi Hadschi einen Streit vom Zaun gebrochen hatte, weil dieser in der Nebenkostenabrechnung, die auf alle Mieter umgelegt wurde, sie statt mit einer, mit zwei Personen aufgeführt hatte. Für ihn war es auch nicht Neues, dass sie die Wohnung Nummer 8 zwar alleine gemietet hatte, aber ein miesepetriger Olivenölhändler, der ihr Vater hätte sein können, mindestens vier Tage in der Woche bei ihr war. Nun brannte Cemal darauf, mehr zu erfahren.
Die Blaue Mätresse versuchte, den aufdringlichen Blicken, die ihr aus allen Winkeln des Friseursalons entgegenschossen, auszuweichen und ging etwas unsicher, aber zügig zu dem Sessel, den Cemal ihr anbot. Als sie sich vor dem riesigen Spiegel neben den anderen Frauen niederließ, kreuzten sich die neugierigen Blicke. Die leicht schielende Blonde, die es sich nicht nehmen ließ, einmal in der Woche zum Färben zu kommen, auch wenn das eigentlich nicht nötig war, die nervöse braunhaarige Kettenraucherin, die wartete, bis der Haarfestiger wirkte, und dabei ständig mit ihren pedikürten und wattebewehrten Zehen spielte, die mollige Rothaarige, die zwei angetrocknete, orangefarbige Streifen über den Augen hatte, weil sie sich Haare und Augenbrauen gleichzeitig färben ließ, und die winzige alte Dame, die ganz außen saß, starrten sie an, als warteten sie darauf, ihr vorgestellt zu werden.
Der pickelige Lehrling legte der Blauen Mätresse vorsichtig, um sie nicht zu berühren, einen fleckigen Umhang mit Leopardenmuster um. Ausgerechnet in der Pubertät musste er bei einem Damenfriseur arbeiten. Ständig musste er sich obszöne Bemerkungen anhören, von wegen, was er denn nachts so treibe, und dass sein rot gepunktetes Gesicht alle seine Sünden verrate. Der Junge ging tapsig zurück und bemerkte dabei die Katze nicht, die durch das offene Fenster hereingehuscht war. Als er ihr auf den Schwanz trat, heulte sie auf und alle Frauen drehten sich gleichzeitig nach ihm um.

Teil 3