Vorgeblättert

Jean-Michel Palmier: Walter Benjamin

23.11.2009. In seiner monumentalen Werkbiografie Walter Benjamins zeichnet der französische Philosoph und Kunsthistoriker Jean-Michel Palmier minutiös Benjamins Denkweg nach. Zu den Grundfiguren seiner Erzählung macht er dabei den Lumpensammler, den Engel und das "bucklicht Männlein". Hier Auszüge aus "Walter Benjamin - Leben und Werk".
Jean-Michel Palmier: Walter Benjamin - Lumpensammler, Engel und bucklicht Männlein. Ästhetik und Politik bei Walter Benjamin

Aus dem Französischen von Horst Brühmann

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2009
1374 Seiten, gebunden, Euro 64,00

Erscheint am 7. Dezember 2009


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Klappentext: "Man muss alles lesen, alles studieren" - Michel Foucaults lakonische Anweisung für erfolgreiches historisches Arbeiten ist selten ernst genommen und noch seltener verwirklicht worden. Für Jean-Michel Palmier war sie eine Selbstverständlichkeit. Seine monumentale Studie über Walter Benjamin ist das Lebenswerk eines Gelehrten, der den zahlreichen Benjamin-Interpretationen nicht eine neue hinzufügt, sondern schlicht den Schlüssel zum Verständnis dieses enigmatischen Autors liefert.
Minutiös zeichnet Palmier den philosophischen, politischen und ästhetischen Denkweg Benjamins nach und beseitigt zahlreiche Missverständnisse und Klischees, etwa das des "marxistischen Rabbiners", der die Alternative zwischen historischem Materialismus und Theologie in ein unauflösliches Dilemma verwandelt. Vor allem aber schließt Palmier die Lücken einer oft simplifizierenden und immer wieder um dieselben Themen kreisenden Rezeption. Der Lumpensammler, der Engel und das "bucklicht Männlein" werden so zu Grundfiguren einer philosophischen Erzählung, die nicht hagiografisch, sondern systematisch die Komplexität von Benjamins Denken erschließt.

Zum Autor: Jean-Michel Palmier (1944 - 1998) war Professor für Ästhetik und Kunstwissenschaft an der Universität Paris I (Sorbonne). Sein Forschungsschwerpunkt waren Kunst und Ideologie in der Weimarer Republik. Er veröffentlichte Werke über Heidegger, Marcuse, Benjamin und Jünger. Ständiger Mitarbeiter bei Mondes des livres, Magazine Litteraire und Monde diplomatique.


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