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Irene Heidelberger-Leonard: Jean Amery

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09.02.2004. "Im Anfang war der Name, und der Name war Hans Maier, oder Mayer, oder Hanns Mayr oder Johann Mayer oder Johannes Maier. Schon der Knabe hadert mit seinem Namen, er war ihm zu 'gewöhnlich'". Lesen Sie hier einen Auszug aus Irene Heidelberger-Leonards Biografie über Jean Amery.
Irene Heidelberger-Leonard: Jean Amery
Revolte in der Resignation. Biographie

Klett-Cotta, Stuttgart 2004
400 Seiten, gebunden, 24 Euro

Erscheint am 18.02.2004

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Klappentext:
Camus, Sartre, Adorno - in diesen Jahren werden die Biografien der einflußreichen Schriftsteller und Denker des 20. Jahrhunderts geschrieben. Hier nun liegt auch die erste Biografie über Jean Amery vor, dessen Aufsätze und Romanessays über den Holocaust und das Gewalttätigste aller Jahrhunderte noch heute Geltung haben.
"Dorfidylle (1912 -1924)" und "Zirkusgasse 48 (1924 -1935)", so beginnt dieser biografische Bericht, der sich dann dem früh berufenen Schriftsteller und später dem eminent produktiven Journalisten Amery zuwendet. Das Leben und die Schrift, erlebte und beschriebene Realität lagen bei Amery dichter zusammen als sonst. Und so werden die Stationen dieses Lebens auch in subtilem, unauflöslichem Ineinander von Fakten und Werkzitaten vorgestellt: Der Auschwitz-Häftling, der die Folter überlebt hatte. Die frühesten Bewältigungsversuche und die Herausbildung des glänzenden Stilisten. Und, 1966, der Durchbruch mit der Veröffentlichung der Essaysammlung "Jenseits von Schuld und Sühne", die sich später mit "Über das Altern" und den "Unmeisterlichen Wanderjahren" zu einer autobiografischen Trilogie erweiterte. In ihr verschmolzen diskursive Strenge, Eleganz des Stils und das Insistieren auf persönlicher Erfahrung zu einer faszinierenden Form, die Amery zu einem der führenden Intellektuellen werden ließ.

Zur Autorin:
Irene Heidelberger-Leonard, geboren 1944 in der Emigration in Frankreich. Professorin an der Universite Libre de Bruxelles. Zahlreiche Veröffentlichungen zu Jean Amery und zur zeitgenössischen Literatur, u. a. zu Günter Grass, Alfred Andersch, Jurek Becker, W. G. Sebald. Irene Heidelberger-Leonard ist die Gesamtherausgeberin der bei Klett-Cotta erscheinenden Amery-Werkausgabe.

Foto: Mark Leonard

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