Zoran Drvenkar

Yugoslavian Gigolo

Roman
Cover: Yugoslavian Gigolo
Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2005
ISBN 9783608937336
Gebunden, 278 Seiten, 18,50 EUR

Klappentext

Für Gefühle müssen alle bezahlen. Der neue Drvenkar: ein knallharter Abgesang auf die Liebe. Was finden diese Frauen nur an Branko? Branko ist Gigolo, ein jugoslawischer Gigolo. Aber eigentlich ist er auf der Flucht. Auf der Flucht vor der Armee und dem Krieg, auf der Flucht vor seinen Gefühlen und seinem jungen Leben. Selbst die Frauen, die ihm helfen wollen, reißen ihn immer tiefer in einen Strudel der Gewalt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 11.05.2005

Adam Olschewskis Begeisterung über Zoran Drvenkars Roman "Yugoslavian Gigolo" hält sich in Grenzen. Die Handlung, die sich laut Rezensent während des Bürgerkrieges auf dem Balkan entspinnt und blutig in München endet, folgt dem "leicht konturlosen" Ich-Erzähler Branko. Dieser versteckt sich als Deserteur, liebt eine Selbstmörderin und lässt sich nach deren Ableben sowohl in der Stadt Krizevci als auch später in München für seine Liebesdienste von der Damenwelt bezahlen. Passend zum einprägsam dargestellten "Männermilieu balkanischer Prägung", so der Rezensent, sei das große Vorbild Brankos nicht etwa Richard Gere (was allerdings laut Auffassung Olschewskis den Titel noch irgendwie hätte rechtfertigen können), sondern Robert De Niro, zu dem Drvenkar allerdings auch nichts Neues einfalle. Zu "Hochformen" laufe der Autor "in den Momenten auf, in denen Gewalt lauert oder ausbricht". Daher stößt zumindest das "zwar klassische, aber wirkungsvolle" Finale dieser ansonsten "zwiespältigen Angelegenheit" beim Rezensenten auf Zuspruch.
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