Zoran Drvenkar

Sorry

Cover: Sorry
Ullstein Verlag, Berlin 2009
ISBN 9783550087721
Gebunden, 397 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Sie sind seine Opfer. Er macht sie zu Tätern. Vier Freunde folgen einem scheinbar harmlosen Auftrag und stehen plötzlich einer grauenvoll zugerichteten Leiche gegenüber. Er zwingt sie, sich in seinem Namen bei dem Opfer zu entschuldigen. Als sie darauf eingehen, nimmt ein unvorstellbar perfides und grausames Spiel seinen Lauf.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.08.2009

Tilman Spreckelsen geht dieser Roman um Hybris, Schuld und Rache ganz schön an die Nieren. Was die Figuren bei Zoran Drvenkar zu lernen haben (einmal Geschehenes lässt sich nicht ungeschehen machen), müssen auch die Leser bewältigen, weiß er nach der Lektüre. Schließlich hat auch Spreckelsen die vier Protagonisten ins Herz geschlossen, die durch ein Geschäft mit Opfern und Tätern selbst zu Opfern werden. Daran, dass der Autor dieses Spiel mit besonderer Sorgfalt im Hinblick auf die Glaubwürdigkeit der Handlung inszeniert, lässt Spreckelsen keinen Zweifel. Für ihn ist der Roman nicht einfach spannend. Durch ihrer Plastizität kommen ihm die geschilderten Ereignisse (es geht auch um Kindesmissbrauch) verstörend nahe.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 18.04.2009

Als "Höhepunkt deutschen Thrillerschaffens" feiert Rezensentin Katharina Granzin diesen "superspannenden" Kriminalroman. Darin geht es, wie die Rezensentin schreibt, um vier arbeitslose ehemalige Schulkameraden, die eine "Agentur für Entschuldigungen" gründen, unter deren Dach sie im Auftrag anderer Leute Probleme zum Verschwinden bringen: ein Service, der scheinbar auch Mord mit einschließt. Die Rezensentin sieht die Handlung von einer "hochtourigen Dynamik der Unerbittlichkeit" angetrieben, die auch "von Leserseite" ein großes Maß intellektueller Beteiligung fordere, da ständig die Erzählperspektive wechsele. Insgesamt findet sie den Stoff ebenso hart wie brillant in Szene gesetzt.
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