Aus dem Schwedischen von Angelika Kutsch. Göteborg in höchster Alarmbereitschaft: Mitten in der Stadt wird ein Toter gefunden. Inszeniert für die Polizei, im Marconipark. Hände und Füße gefesselt, um den Kopf eine Plastiktüte, platzierte Hinweise. Alles deutet darauf hin, dass weitere Morde geschehen. Und tatsächlich - fünf Tage später wird eine zweite Leiche gefunden. Kommissar Erik Winter vermutet Rache als Motiv. Für etwas, das in der Vergangenheit geschehen ist und die Kraft hat, Böses hervorzubringen. Der Täter geht mit einer besonderen Brutalität vor, doch auch die Opfer selbst waren alle auf die ein oder andere Art gewalttätig. Kommissar Winter wird plötzlich von Alpträumen gequält. Kindheitserlebnisse kehren zurück. Hatte er sie verdrängt? Als eine weitere Leiche auftaucht, droht der Kommissar unter der Last der Erinnerung zu zerbrechen.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 05.11.2015
Åke Edwardsons Bücher mögen auf den ersten Blick wie gewöhnliche Schweden-Krimis wirken, weiß Jochen Vogt. Auch in "Marconipark" gibt viele Opfer, die offenbar rituell hingerichtet wurden, überforderte Kommissare und das übliche "Elend unter dem Firnis des Sozialstaats", fasst der Rezensent zusammen. Aber Edwardson schreibt einfach besser als derzeit alle seine Kollegen, findet Vogt. Die Geschwindigkeitswechsel passen, die gefühlte Nähe zu den Ermittlern, das schrittweise Heranführen an die Auflösung des Falls besonders durch Dialoge, das alles beherrscht der Autor so gut, dass er sich aus der Masse des Genres deutlich abhebt, lobt der Rezensent.
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