Wolfram Siemann (Hg.)

Umweltgeschichte

Themen und Perspektiven
Cover: Umweltgeschichte
C. H. Beck Verlag, München 2003
ISBN 9783406494383
Paperback, 206 Seiten, 12,90 EUR

Klappentext

Umweltgeschichte liefert Orientierungswissen - mehr denn je zuvor. Denn unbeherrschbare Naturereignisse, Bedrohung von Arten, Eingriffe in gewordene Kulturlandschaften oder Ausbeutung natürlicher Ressourcen sind alltägliche Erfahrung geworden. Die umwelthistorische Forschung hat auf diese Herausforderung reagiert, indem sie die neuen Ergebnisse der Lebens-, Natur- und Geisteswissenschaften verbindet. Die besten Kenner aus Deutschland und der Schweiz unterrichten verständlich und anschaulich über den Umgang mit Nachhaltigkeit, Kulturlandschaften, über ursprüngliche und industrialisierte Natur, über Energiekrisen, Klimageschichte und Spielräume menschlichen Handelns. Das Buch richtet sich an alle, die einen Einstieg in diese aufregende Materie suchen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 16.07.2003

Veränderungen der Umwelt, wie etwa des Klimas oder von Landschaften hat die Geschichtsschreibung noch bis in die siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts wenig Bedeutung beigemessen. Erst dann besann man sich, dass dieser Faktor mindestens einen genau so großen Einfluss auf den Lauf der Dinge hatte, wie "Raubgier, Ideologien oder Fürstenhochzeiten", meint Christian Schütze und präsentiert begeistert das vorliegende Buch. Es vermittele denjenigen, die geschichtsinteressiert, aber der klassischen Staaten- oder Sozialgeschichte müde seien, einen erfrischenden Impuls. Besonders spannend sei dabei die Deutung der neuartigen Erkenntnisquellen: "nicht mehr Tonscherben oder Manuskripte, sondern konservierte Naturerscheinungen", wie etwa fossile Luft aus Gletschern. Nur in einem Punkt mag unser Rezensent dem Autor nicht folgen, wenn dieser etwa in einigen Beiträgen eine gewisse Schadenfreude zum Ausdruck bringt, "dass die unsoliden 'großen Medien', die den 'Wald zum Tode verurteilt hatten', widerlegt worden seien". Richtig, meint Schütze, stellt aber gleich die Frage nach dem "Was wäre gewesen, wenn?" Immerhin hält der Rezensent dem Autor zugute, das dies nicht Aufgabe der Historiker sei: "Ihre Aufgabe ist es hinterher besser zu wissen." Mit dem Band, so resümiert Schütze, würde die Weltgeschichte nicht umgeschrieben, aber zur Universalgeschichte ergänzt.
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