Wolfgang Voigt (Hg.)

Hans und Oskar Gerson. Hanseatische Moderne

Bauten in Hamburg und im kalifornischen Exil 1907-1957
Cover: Hans und Oskar Gerson. Hanseatische Moderne
Dölling und Galitz Verlag, Hamburg 2000
ISBN 9783933374066
Gebunden, 128 Seiten, 24,54 EUR

Klappentext

Mit 174 Abbildungen. Vor dem Hintergrund der Diskussion um die Bebauung der Hamburger Hafen City gewinnt das Werk von Hans und Oskar Gerson besondere Aktualität, waren die Brüder in den 20er Jahren mit ihren Monumentalbauten und stadtplanerischen Ideen doch maßgeblich an der Gestaltung der Hamburger City beteiligt. Anders als Firtz Höger mit dem Bau des Chilehauses verzichteten die Brüder Gerson bei ihrem bedeutendsten Gebäude, dem Ballinhaus (1922-24) - heute Meßberghof - bewusst darauf, die heterogene Umgebung dem eigenen gestalterischeren Vorhaben unterzuordnen. Einen Namen hatten die Brüder Gerson sich bereits ab 1907 mit großbürgerlichen Villen gemacht. Nach 1918 rückte in ihrem Schaffen die großstädtische kollektive Wohnform, das Großwohnhaus, in den Mittelpunkt. Im kalifornischen Exil gelang es vor allem Oskar Gerson eine eigenständige architektonische Handschrift zu finden, die die Maximen der Hamburger Zeit - Ortsbezug, Materialgerechtigkeit und Funktionalität - ins neue Wirkungsfeld übertrug.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.03.2001

Wolfgang Pehnt, der in seiner Rezension zunächst einen kurzen Einblick in die hanseatische Architektur im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts gibt, weist darauf hin, dass das vorliegende Buch über die Gebrüder Gerson "das erste seit 1928" ist und somit eine Lücke schließt. Nach Pehnt waren die Gersons außerordentlich vielseitige Architekten, die fast alles beherrschten: avantgardistische Stile, "barocke oder klassizistische Lustschlösschen", "megalomane Verkehrsbauwerke" und vieles mehr, wobei in der Rezension jedoch nicht deutlich wird, inwiefern sich diese Vielseitigkeit auch in dem besprochenen Band wiederspiegelt. Lediglich was die Landhäuser betrifft, die die Gerson-Brüder für besser verdienende Hamburger Kundschaft bauten, erfährt der Leser, dass sich der Herausgeber Wolfgang Voigt hier mit den "unterschiedlichen Handschriften" der Gersons befasst. So haben die Architekten sich nach Pehnt den Wünschen ihrer Kunden jeweils sehr entgegenkommend gezeigt, egal ob "bald norddeutsch behaglich, bald preußisch frugal" gefragt war. Ob der Rezensent diesen Band jedoch summa summarum für gelungen hält, erfährt der Leser in dieser Rezension nicht.
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