Der Simplon-Tunnel feiert im Frühjahr 2006 sein hundertjähriges Jubiläum. Wolfgang Mock hat den Roman über die Hoffnungen geschrieben, die sich mit der Entstehung dieses Bauwerkes verbinden. Auf Schweizer und italienischer Seite der Alpen fiebern die Menschen der Eröffnung des Tunnels entgegen. Auch für den Ingenieur Alessandro Tello und seine junge Frau Gianna ist der Tunnelbau die Chance ihres Lebens. Wie die meisten ihrer Mitmenschen sehen sie im Fortschritt die Grundlage, auf der sich nicht nur ihr privates Glück, sondern zugleich allgemeiner Frieden und Wohlstand entwickeln werden.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 21.03.2006
Einen satten prallen Roman hat Rezensentin Dorothea Dieckmann gelesen, durchaus konventionell gestrickt, aber überzeugend. Der Autor habe die Baugeschichte des Simplontunnels gut recherchiert und verwebe sie auf plastische Weise mit den Lebensgeschichten sowohl von "Privilegierten" wie Ingenieur Allessandro Tello und seiner Frau, als auch der einfachen Arbeiter, die stets von Krankheit und Tod bedroht sind. Gefallen haben der Rezensentin insbesondere die vielen Liebesgeschichten, die mehr aus den Nöten der abgeschlossenen Exilsituation, denn aus den Leidenschaften entsprängen. Und nicht zuletzt habe der Autor auch eine politische Kriminalstory eingebaut, wo es um Dynamit, Streik und ein illegal errichtetes Arbeiterhüttendorf geht. "Gediegene Unterhaltung" nennt all das zusammen die Rezensentin.
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