Steigende Ölpreise und der Klimawandel verleihen der Debatte, ob der Konsum die Welt regieren darf, neue Schärfe - und werfen die Frage auf, wie lange wir uns unseren Lebensstil noch leisten können. Wolfgang König geht in seiner "Kleinen Geschichte der Konsumgesellschaft" dieser Lebensform auf den Grund. Ausgehend vom Vorreiter USA, aber immer im Vergleich und mit besonderem Blick auf die Bundesrepublik Deutschland verfolgt er den Siegeszug einer Verbrauchskultur, die heute alle Lebensbereiche durchzieht: von Ernährung und Bekleidung über Mobilität und Massentourismus bis hin zu Unterhaltung und Vergnügen. Doch die Analyse macht auch deutlich, wo die Grenzen der Konsumgesellschaft liegen, und warum sie als globale Lebensform keine Zukunft haben kann.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.11.2008
Dem interessierten Leser möchte Ernst Horst doch lieber gleich die große "Geschichte der Konsumgesellschaft" desselben Autors ans Herz legen. In der vorliegenden abgespeckten Ausgabe begegnet Horst allzu vielen Plattitüden. Am grundsätzlichen Wert des Bandes als Einführung in die Geschichte des Konsums in Amerika und in Deutschland ändert das offenbar dennoch nichts. Horst kommt mit den einführenden Begriffserklärungen gut zurecht und findet Wolfgang Königs dokumentierenden Ansatz und sein Verständnis von Konsumgeschichte als Fortsetzung der Technikgeschichte plausibel. Die von König vorgeschlagene Gliederung nach Konsumfeldern, nicht nach Epochen, leuchtet ihm ein und macht ihn mit einer "Fülle von interessanten Einzelheiten und Entwicklungen" bekannt.
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