Seit jeher übt die japanische Kultur eine große Faszination auf den Westen aus. Das Interesse gilt seit Jahren besonders auch der japanischen Architektur. Die vorliegende Publikation widmet sich erstmals in einer westlichen Sprache einem sehr typischen, traditionellen Gebäudetyp im Wandel der Zeit: dem japanischen Teehaus. Anders als die Teehäuser Chinas oder des Nahen Ostens, die als Orte der Öffentlichkeit dem westlichen Kaffehaus verlgeichbar sind, ist das japanische Teehaus privater Natur. Es ist ein Ort der Meditation, in der ein Gastgeber mit seinen Gästen durch das Medium Tee kommuniziert. Nur wer eingeladen ist, darf dieses Gebäude betreten, das meist abseits, im eigens dafür gestalteten Teilbereich des Gartens liegt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 17.12.2005
Der Rezensent mit dem Kürzel "phi" fand in diesem Band spannende Einblicke in die japanische Kultur, auch wenn er sich ausschließlich mit Teehäusern beschäftigt. Die haben jedoch nach Einschätzung des Rezensenten eine so zentrale gesellschaftliche Bedeutung, dass sie "verschiedenste Strömungen japanischer Kunst, Philosophie und Ästhetik" bündeln. Damit werden sie zur gleichsam die "Quintessenz japanischer Architektur," die eine unfangreiche und komplexe Geschichte aufzuweisen haben und auch in der Gegenwart immer wieder neu interpretiert werden.
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