Mit Texten von Henning Mankell, Rüdiger Jungbluth, Wolfgang Niedecken und anderen. Mit Fotografien von Christian Irrgang. "Offen will ich sein und notfalls unbequem." Unter diesem Motto trat Horst Köhler sein Amt als Bundespräsident an. Das Unbequeme haben selbst diejenigen Politiker schnell gespürt, die den international renommierten Wirtschaftsmann aufs Schild gehoben haben. Denn Köhler denkt unabhängig - und das laut. Schnell stellte sich heraus, dass er kein Mann für eine Nebenrolle ist. Doch wo bleibt der Mensch Horst Köhler in der Enge des Protokolls? Wie schafft er den Wechselschritt zwischen der Bürde des Amtes, seiner öffentlichen Rolle und seinem Privatleben? Wie lebt die Familie, wie hält er Kontakt zu Freunden? Welches sind seine Momente der Entscheidung, seine Augenblicke des Zweifels? Wo ist Nähe, wenn er die Präsidenten und Regierungschefs der Welt trifft, wo Distanz?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 20.02.2007
Als ersten Sportler des Landes sieht Alexander Kissler in diesem Bildband den höchsten Amtsträger des Staates dargestellt, zudem noch als ungeheuer ungezwungen, "so bürgernah und gutgelaunt". Wie in einem "ähnlichen" Widmungsband zu Kaiser Wilhelm werde hier der Lächelnde umgeben von Lachenden gezeigt. Der Fotograf Christian Irrgang versuche über den Körper des "Bauernsohns", den Zwiespalt von Würdenträger und Repräsentant einer egalitären Gesellschaft zu überbrücken. Beim Schwitzen gebe es keine Privilegien, analysiert der Rezensent, und so werde auch gleich die ganze Familie Köhler wandernd in das "Gesamtkunstwerk aus Wille und Anstrengung" eingespannt.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…