Aus dem Englischen von Conny Lösch. Jack Laidlaw muss in Glasgow den Mord an einem bekannten Anwalt der Unterwelt klären, bevor sich die rivalisierenden Gangs der Stadt deswegen bekriegen. Ein schottischer Noir vom Feinsten.Der Anwalt Bobby Carter hat ganz offensichtlich für die falschen Leute gearbeitet. Als seine Leiche in einer Gasse hinter einem Pub gefunden wird, das unter dem Schutz eines lokalen Gangsterbosses steht, gerät das fragile Gleichgewicht, das Glasgow seit Monaten zu einer relativ sicheren Stadt gemacht hat, ins Wanken. Außer einer verzweifelten Familie und einer ganzen Reihe mächtiger Freunde hinterlässt Carter auch viele Feinde. Wer profitiert von seinem Tod, wer ist dafür verantwortlich?Jack Laidlaws Reputation ist unbestritten. Er ist kein Teamplayer, aber er hat einen sechsten Sinn für die Straße. Für seinen Chef ist klar, dass hinter diesem Mord rivalisierende Gangs stecken. Laidlaw bezweifelt das. Auf jeden Fall muss er, bevor es zwischen den Gangs zum Krieg kommt, den Killer finden, sonst explodiert die Stadt." Das Dunkle bleibt" ist ein von Ian Rankin vollendetes Laidlaw-Manuskript aus McIlvanneys Nachlass.
Jack Laidlaw hat Schneid und kennt die Glasgower Verbrechensszene wie seine Westentasche. Deshalb wird er auf den Mord an einem Anwalt angesetzt und soll ermitteln. So weit, so klassisch, findet Rezensent Tobias Gohlis, und berichtet uns, warum denn dieser Krimi doch so besonders ist: Von William McIlvanney begonnen, ist das unfertige Manuskript von Ian Rankin zur Vollendung gebracht worden. Es treffen also zwei Krimi-Meister aufeinander, die erstaunlich gut harmonisieren, stellt der Rezensent fest, und empfiehlt gleich noch die anderen Bände McIlvanneys, in denen die Figur Laidlaw auftaucht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 12.10.2022
Rezensentin Sylvia Staude hat diesen Roman mit großem Vergnügen gelesen. Ian Rankin hat hier ein unfertiges Manuskript des schottischen Autors William McIlvanney aus dem Jahr 2015 vervollständigt, und Staude kann keine Brüche in den Dialogen oder der Atmosphäre erkennen. Herrlich findet sie, wie Rankin / McIlvanney das Glasgow der siebziger Jahre zeichnet, das sich drei Gangsterbosse untereinander aufgeteilt haben und das der unfrohe Ermittler Jack Laidlaw vor einem ausbrechenden Mafia-Krieg mit Ingrimm zu bewahren versucht. Meisterlich, lobt Staude.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Karl Ove Knausgard: Arendal Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wo ist dein Platz im Leben? Wohin gehörst du? Wo liegen deine wahren Gefühle?Wir schreiben das Jahr 1976. Syvert Løyning ist nach einer…