Wer die Bilder zeigt, wird zwangsläufig zum Instrument der Täter.In einem kleinen Dorf auf Kreta wächst, aufgezogen von zwei Frauen, in einer Art matriarchalischer Idylle ein junger Mann heran, der mit einem außerordentlichen Talent begabt ist: er ist ein Koch, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat. Also verläßt er als junger Erwachsener seine Insel und geht nach Athen, um sich dort an einer Fachschule ausbilden zu lassen. Und damit beginnt eine sensationelle Karriere - als Koch, aber auch als Liebhaber -, die Iannis wieder zurück auf seine ?unterentwickelte? Insel bringt und hier zu den seltsamsten Entwicklungen und Problemen führt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 15.05.2004
Lob und Kritik halten sich die Waage in dieser Besprechung des "Jdl" zeichnenden Rezensenten. Von der Sprache zeigt er sich beeindruckt, und zwar uneingeschränkt. Die kuriose Geschichte über einen griechischen Kochkünstler zeichne sich durch einen "langsamen und archaischen Gestus" der Sprache aus, der unbeirrbar durchgehalten werde. Inhaltlich jedoch sei es etwas zu viel des Guten, befindet der Rezensent. Neben den zahlreichen Anspielungen auf die Mythologie und einer guten Portion Zivilisationskritik fänden sich einfach zu viele "motivische Zutaten", die das Buch letztlich doch schwer verdaulich machten.
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