Wigbert Löer, Rainer Schäfer

Zockerliga

Ein Fußballprofi packt aus
Cover: Zockerliga
Gütersloher Verlagshaus, München 2011
ISBN 9783579066912
Kartoniert, 208 Seiten, 16,99 EUR

Klappentext

Wie tief ist der Sumpf des Wettskandals im deutschen Fußball? Viel Geld, viel Freizeit, Langeweile in den Trainingspausen und schon in jungen Jahren daran gewöhnt, "spielend" Geld zu verdienen. Fast alle Fußballprofis befinden sich in derselben Position: Wie kann man mit seinen Kumpels was erleben, wenn man den Körper schonen muss? Schnelle Autos, schöne Frauen, regelmäßige Besuche in Kasinos und illegalen Spielhöllen für nicht wenige Fußball-Profis der direkte Weg in die Schuldenfalle. Die Lösung? Das systematische Verschieben von Fußballspielen. Hohe Summen sind geflossen, wer wen bestochen, wer absichtlich Spiele verloren hat dies zu klären, ist jetzt Aufgabe der Staatsanwaltschaft Bochum. Ihr Kronzeuge: Rene Schnitzler, der im Januar 2011 im Stern über seine Kontakte zur Wettmafia ausgepackt hat. Sein Fall ist nur einer von vielen, sogar Namen von Nationalspielern werden genannt.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 08.09.2011

Als die "Charakterstudie eines Egomanen" liest sich für Oliver Fritsch die Reportage über den Fußballprofi Rene Schnitzler, der vom Kicker zum Zocker wird und "mit Maßlosigkeit sein Leben verpfuscht". Die beiden Journalisten Wigbert Löer und Rainer Schäfer haben Schnitzlers Geschichte recherchiert und mit seinem Abstieg emblematisch dokumentiert, was viele junge Fußballprofis die Existenz kostet: das schnelle Geld auf dem Platz und am Pokertisch. Interessante These und eine gute Geschichte, der die beiden Journalisten allerdings selbst auf den Leim gegangen sind, findet Fritsch, denn schließlich sei ihre wichtigste Quelle "ein großspuriger Bluffer". Statt zu einer großen Auspacker-Geschichte taugt dieses Buch deshalb eher als "Milieustudie", meint Fritsch.
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