Werner Müller (Hg.)

Aus dem Feuer gerissen

Die Geschichte des Pjotr Ruwinowitsch Rabzewitsch aus Pinsk
Cover: Aus dem Feuer gerissen
Dittrich Verlag, Köln 2001
ISBN 9783920862309
Gebunden, 295 Seiten, 18,41 EUR

Klappentext

Im August 1942 liegen in der Luft um Pinsk herum Todeswolken. Die Mordkommandos kommen näher und näher. Für die 28 000 Juden im Ghetto gibt es keine Hoffnung mehr. In dieser ausweglosen Lage beschließt ein junger deutscher Soldat, Günter Krüll, einen Juden zu retten und für ihn sein Leben zu riskieren. Als im Oktober 1942 die Menschen des Ghettos ermordet werden, versteckt Krüll den Juden fast einen Monat in seinem Zimmer, bis er ihn mit einem gefälschten Ausweis auf den Namen Pjotr Rabzewitsch, Russe, nach Kiew schicken kann. Nur mit viel Geschick und Glück gelingt es Pjotr zu überleben. Die Spielberg-Foundation hat die Geschichte von Pjotr Ruwinowitsch Rabzewitsch mit der Kamera aufgezeichnet und sein Schicksal als filmisches Dokument für die Nachwelt erhalten.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 10.07.2001

Höchst beachtlich findet Peter Steinkamp die Leistung des Herausgebers Werner Müller, der die Lebensgeschichte von Pjotr Rabzewitsch aufgeschrieben und dabei den lakonischen Ton und die Anschaulichkeit der Schilderungen vom ostjüdischen Leben im Ghetto bewahrt habe. Rabzewitsch verdankt sein Leben einem deutschen Soldaten, berichtet Peter Steinkamp zur Vorgeschichte des Buches, den er Jahrzehnte später versucht hat aufzutreiben - dann aber nur noch dessen Witwe vorfand. Und während er einerseits dafür sorgte, dass sein Lebensretter posthum in Vad Yashem geehrt wurde, diktierte er andererseits Müller seine wundersame und zugleich bedrückende Geschichte ins Aufnahmegerät.
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